Reinkarnation
Reinkarnation – Wiedergeburt – ist die Überzeugung, dass das Leben mit dem Tod des Körpers nicht endet: Der Geist überdauert und verkörpert sich, wie D. Harald Alke schreibt, „später in einem anderen Körper, um erneut auf Erden zu leben“. Für das Kyborg Institut ist das eine feststehende persönliche Überzeugung, die wir mit Milliarden Menschen über Kulturen und Jahrtausende hinweg teilen. Einen wissenschaftlichen Beweis beanspruchen wir ausdrücklich nicht. Kürzer gesagt: „Das Leben endet nie, es wechselt nur seine Form.“
Wie sieht das Kyborg Institut die Reinkarnation?
Die Haltung des Instituts hat D. Harald Alke selbst formuliert – und sie hat zwei Seiten, die zusammengehören:
- Persönlich gewiss: „Ich weiß, daß das Phänomen der Reinkarnation eine Tatsache ist.“ Wer so etwas selbst erlebt hat, braucht „nicht mehr an die Reinkarnation zu glauben“ – er weiß es.
- Wissenschaftlich offen: „Wir möchten es im Sinne eines definitiven Beweises offen lassen, ob es eine Reincarnation gibt.“
- Frei für jeden: „Sie dürfen wirklich alles glauben was Sie wollen! Das ist die individuelle Freiheit und Ihr gutes Recht.“ Wer keine solchen Erfahrungen hat, dem bleibt das Thema „zweifelhaft – das ist ganz klar und auch wirklich okay“.
Wir verstehen das als „Anregung für ein neues Menschenbild“ – nicht als Lehrsatz, den jemand übernehmen muss.
Welchen Sinn haben wiederholte Leben?
Nach unserer Überzeugung sind wir „alles schon gewesen“, jede Seele mit ihren eigenen Vorlieben und Entwicklungswegen. Das Lebensziel eines Menschen beschreibt D. Harald Alke doppelt: erstens die Verarbeitung alter Lebensprobleme aus früheren Inkarnationen, zweitens – „mit etwas Glück und Geschick“ – eine neue, bessere Lebensführung, neue Erkenntnisse und Erfahrungen.
Fehler, die wir früher begangen haben, können sich wiederholen: „Das ist unsere Chance, um zu lernen.“ Dahinter steht kein strafendes Prinzip, sondern ein ruhiges Vertrauen: „Es sind einfach verschiedene Leben und irgendwie wird die Entwicklung schon einen Sinn machen.“ Der Zusammenhang mit dem Karma liegt hier: Karma ist in dieser Sicht „ein Erinnerungsprogramm, aus dem wir lernen sollen“.
Wie oft wir wiederkommen? „So lange, bis es uns nichts mehr bedeutet.“
Welche Traditionen kennen die Wiedergeburt?
Die Vorstellung wiederholter Leben ist in vielen Kulturen zu Hause, und wir stellen sie gleichwertig nebeneinander:
- Im Hinduismus und im Yoga gehört die Wiedergeburt zum Rad des Lebens; mancher Yogi sucht die Erlösung daraus – „Das ist sein Weg. Es kann nicht der Weg für alle sein.“ Und paradox wie treffend: „Erst wer nicht mehr nach Befreiung verlangt, ist frei.“
- Im tibetischen Buddhismus werden verstorbene Lehrer in einem Kind wiedererkannt.
- Im frühen Christentum wird eine Stelle bis heute unterschiedlich gelesen: Jesus sagt über Johannes den Täufer, er sei Elija, „der wiederkommen soll“ (Matthäus 11,14). Manche lesen darin einen Hinweis auf Wiedergeburt; die kirchliche Auslegung versteht die Stelle anders.
- Die Katharer im Süden Frankreichs lehrten die Seelenwanderung.
D. Harald Alke sieht darin eine Brücke: „Das Bewußtsein der Wiedergeburt und die Verbundenheit mit fremden Kulturkreisen können viele aktuelle Probleme aus der Welt schaffen.“ Wer davon ausgeht, schon viele Male auf der Erde gelebt zu haben, hat vermutlich auch schon in fernen Ländern gelebt. Ausführlich: Reinkarnation in Kulturen und Religionen.
Was geschieht zwischen Tod und neuem Leben?
Nach unserer Überzeugung: „Wir sterben, durchlaufen eine Phase der Loslösung vom gerade beendeten Leben, und planen dann unsere Wiedergeburt.“ Wie lange das dauert, ist verschieden – „das entscheidet jeder selbst“; etwa 40 Tage hält D. Harald Alke für ein „kurzes, gesundes Maß“. Eine Wiedergeburt als Tier ist nach dieser Sicht möglich, aber „sehr selten geworden“ – und, mit Augenzwinkern: „Auch als Mensch kann man ziemlich tierisch sein.“
Warum erinnern wir uns nicht – und woran erkennt man echte Erinnerungen?
„Wir verlieren die konkreten Erinnerungen, damit wir uns hier in die gerade laufenden Spiele besser einfügen können.“ Wir müssen das Alte loslassen, um unvoreingenommen neu aufbauen zu können. Und nicht jeder hat solche Erinnerungen: „Viele meiner Schüler haben keinerlei einschlägige Erlebnisse.“
Wo Erinnerungen aufsteigen, gilt Sorgfalt:
- Déjà-vu ist etwas anderes. Diese Erlebnisse „fühlen sich jedoch ganz anders an als Rückerinnerungen an frühere Leben und Zeiten“.
- Das eigene Echtheitskriterium: ob die inneren „Filme“ intensiv und echt wirken – oder eher wie Fantasie.
- Gesunde Skepsis bei großen Namen: „Ich bin sehr skeptisch bei Äußerungen wie ‚Ich war Maria Theresia oder Karl der Große‘.“ Die meisten erinnerten Leben sind unspektakulär.
- Andere Erklärungen mitdenken: D. Harald Alke unterscheidet selbst zwischen Erinnerungen des Geistes an frühere Inkarnationen und einem möglichen Gedächtnis, das über die Vorfahren weitergegeben wird.
Und nicht alles hat seinen Ursprung in früheren Leben: „Es wäre aber völlig verkehrt, gleich bei jedem hartnäckigen Problem die Schuld in früheren Leben zu suchen. Die meisten alltäglichen Probleme stammen aus dem jetzigen Leben.“
Was ist eine Rückführung – und wo liegen ihre Grenzen?
Mit „Rückführung“ ist im spirituellen Sinn eine innere, erlebnisorientierte Erfahrung gemeint: Bilder und Empfindungen steigen auf, die als Erinnerungen an frühere Lebensumstände gedeutet werden. D. Harald Alke arbeitete dafür über Jahre ohne Hypnose, mit Atemtechniken, über mehrere Tage. Menschen beschreiben, dass sich dabei „die Relativität der Dinge“ zeigt – und oft verloren sie vor allem eines: „die Angst vor der Veränderung“.
Die Grenzen sind uns ebenso wichtig:
- Eine Rückführung ist keine Behandlung von Krankheiten und mit keiner Heilzusage verbunden. Schon im eigenen Werk heißt es: „Rückführungen sind nur für gesunde Menschen erfolgreich.“
- Sie ist „nicht einfach als Spiel“ zu betreiben und immer eine Vertrauensfrage: vorher klärende Gespräche führen, auf Erfahrung und Seriosität achten. „Besser gar kein Therapeut, als ein schlechter.“
- Das Kyborg Institut bietet seit 2003 keine Rückführungen mehr an.
Der Begriff Regression hat darüber hinaus eine psychologische Bedeutung: ein zeitweises Zurückgehen in frühere, einfachere Zustände, etwa um sich zu erholen. In diesem Sinn arbeitet auch das Autogene Training mit einer bewusst eingeleiteten Ruhepause. Beide Bedeutungen sollte man auseinanderhalten.
Nimmt der Gedanke der Wiedergeburt die Angst vor dem Tod?
Für viele Menschen ja. „Der Tod ist nur eine Verwandlung. Wer mit dem Tod gesprochen hat, wer um seine früheren Inkarnationen weiß, sieht die Welt mit anderen Augen.“ Und: „Wenn der Tod ein Fortschritt ist, besteht kein Grund, davor Angst zu haben.“ „Das Leben endet nicht mit dem Tode, und es beginnt auch nicht mit einer Geburt.“ Mehr dazu im Eintrag Tod. Wer sonst glaubt, man lebe nur einmal, dem hält D. Harald Alke entgegen: „Wenigstens James Bond lebt 2x. Besser als nichts.“
Welche Quellen und persönlichen Berichte gibt es?
Tobias Alke berücksichtigt in seiner Arbeit über den emotionalen Grundstein des Kindes frühere Inkarnationen ausdrücklich als Möglichkeit, um „dem in vielen Kulturen vorhandenen Glauben der Wiedergeburt und der mittlerweile vorhandenen Forschung in diesem Bereich Rechnung zu tragen“ – etwa den Fallstudien zu Kindern, die von einem früheren Leben erzählen, an der University of Virginia. C. G. Jung notierte in seinen Erinnerungen: „Je mehr Mythos wir bewußt zu machen vermögen, desto mehr Leben integrieren wir.“
Persönliche Erfahrungen von D. Harald Alke erzählen die Standpunkte Ein Bericht zum besseren Verständnis der Reinkarnation und Botschaft aus einem anderen Leben. Verwandte Begriffe: Karma, Tod.
Hinweis: Dieser Eintrag gibt eine persönliche, weltanschauliche Überzeugung wieder, keine wissenschaftlich bewiesene Tatsache. Krankheiten und Schicksalsschläge sind nie als Folge eines früheren Lebens zu deuten.
Häufige Fragen
Was ist Reinkarnation?
Reinkarnation (Wiedergeburt) ist die Überzeugung, dass der Geist den Tod des Körpers überdauert und sich „später in einem anderen Körper“ wieder verkörpert, „um erneut auf Erden zu leben“. Für das Kyborg Institut ist das eine feststehende persönliche Überzeugung – den wissenschaftlichen Beweis beanspruchen wir nicht.
Ist Reinkarnation wissenschaftlich bewiesen?
Nein, und das behaupten wir auch nicht. D. Harald Alke schreibt: „Wir möchten es im Sinne eines definitiven Beweises offen lassen, ob es eine Reincarnation gibt.“ Zugleich sagt er aus eigenem Erleben: „Ich weiß, daß das Phänomen der Reinkarnation eine Tatsache ist.“ Persönlich gewiss, wissenschaftlich offen – und jeder darf glauben, was er für richtig hält.
Ist ein Déjà-vu eine Erinnerung an ein früheres Leben?
Nach unserer Erfahrung nicht. Déjà-vu-Erlebnisse „fühlen sich jedoch ganz anders an als Rückerinnerungen an frühere Leben und Zeiten“.
Wie viel Zeit liegt zwischen zwei Leben?
Das ist nach unserer Sicht verschieden – von Wochen bis zu Jahren; „das entscheidet jeder selbst“. Nach dem Tod folgt eine Phase der Loslösung, danach wird die Wiedergeburt geplant. D. Harald Alke hält etwa 40 Tage für ein „kurzes, gesundes Maß“.
Warum erinnern wir uns nicht an frühere Leben?
Nach unserer Überzeugung verlieren wir die konkreten Erinnerungen, damit wir uns unvoreingenommen auf das neue Leben einlassen können. Viele Menschen haben auch nie solche Erinnerungen – und das ist in Ordnung.
Liegen alle Probleme in früheren Leben?
Nein. „Es wäre aber völlig verkehrt, gleich bei jedem hartnäckigen Problem die Schuld in früheren Leben zu suchen. Die meisten alltäglichen Probleme stammen aus dem jetzigen Leben.“
Kann eine Rückführung Krankheiten heilen?
Nein. Eine Rückführung ist für uns eine innere Erfahrung und ein Weg der Selbsterkenntnis, keine Behandlung von Krankheiten, und sie ist mit keiner Heilzusage verbunden. Das Kyborg Institut bietet seit 2003 keine Rückführungen mehr an.
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Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am
- — Hinweise gekürzt.
- — Eintrag aus dem eigenen Werk vertieft: die eigene Haltung in D. Harald Alkes Worten (persönlich gewiss, Beweis offen), Sinn der Inkarnationen, Traditionen, Zeit zwischen den Leben, Erinnerungen und Déjà-vu, Rückführung mit ihren Grenzen, Tod ohne Angst.
- — Neuer Eintrag; vorhandene Inhalte zu Reinkarnation und Rückführung hier zusammengeführt.
Quellen
- D. Harald Alke: Energytraining Band 2 (Chakratraining). Kyborg Institut & Verlag – Abschnitt „Die Schwingung des Weltenrades“.
- D. Harald Alke: Mental Basics – Konzept für den Weg zum Erfolg. Kyborg Institut & Verlag – Kapitel „Reinkarnations-Erfahrungen“.
- D. Harald Alke: Energie für Millionen. Kyborg Institut & Verlag.
- D. Harald Alke: Energytraining Band 1. Kyborg Institut & Verlag.
- D. Harald Alke: Mahatma – Die große Seele der Natur (Lebenserinnerungen). Kyborg Institut & Verlag.
- D. Harald Alke: Gesundheitslexikon. Kyborg Institut – Abschnitt zur Rückführung.
- D. Harald Alke: Die Ethik des Neuen Menschen. Ethik, Moral, Glaube und Verantwortung. Kyborg Institut und Verlag, 1993 (4. Auflage 2016). ISBN 978-3-924722-04-3.
- Alke, Tobias O. R. (2016): Der emotionale Grundstein des Kindes. Pränatale Sozialisation – Biologische Umwelt – Individuelle Chronik. Flörsheim-Dalsheim: Kyborg Institut & Verlag – zur Berücksichtigung früherer Inkarnationen (Stadium Ω).
- C. G. Jung: Erinnerungen, Träume, Gedanken (hrsg. von Aniela Jaffé).
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