Das Artefakt
Autor: D. Harald Alke
Standpunkt statt Lexikon. Ein persönlicher Erfahrungsbericht von D. Harald Alke. Hintergrundwissen: Lexikon-Eintrag Reinkarnation.
Im April 1998 begannen wir, die leerstehende Braquet, die sich nach 12 Jahren Abwesenheit in einem miserablen Zustand befand, wieder aufzubauen. Ich traf Vorbereitungen für die große Energiepyramiden-Anlage, die 1999 errichtet werden sollte. Im Sommerurlaub 1998 hatte ich zum ersten Mal Visionen, daß mich ein kleiner Zwerg bedroht. Er erinnerte mich an Rumpelstilzchen, wie ich ihn mir als Kind vorgestellt hatte – ein struppiger, bärtiger Zwerg. Die Träume wiederholten sich, vor allem, wenn ich auf der Wiese gewesen war, wo wir die 9 m hohe Energiepyramide errichten wollten.
Der bedrohliche Zwerg
Über die folgenden drei Jahre kam es immer wieder zu solchen Visionen. Der knorrige Kerl wollte mir Angst machen – aber warum? Irgendwann gelang es mir, mich in einem dieser Alpträume ganz auf ihn einzulassen. Ich ließ allen Widerstand fallen und ging voll in die Gefühle hinein, die er mir suggerierte. In dem Moment veränderte sich das Bild: Nicht ich nahm Angst wahr, sondern er selbst hatte große Angst. Er war eigentlich machtlos und versuchte nur, mich und meine Freunde vom Hof zu vertreiben.
Ein gestrandeter Außerirdischer

In den folgenden Träumen kam ich ihm näher und stellte fest, daß er etwas verbergen wollte. Der Gnom war vor vielen tausend Jahren mit einem kleinen Raumschiff auf der Erde gestrandet. Beim Eintritt in die Atmosphäre war es explodiert; übrig blieb nur der beschädigte Kern seines Bordcomputers, der wie eine Bombe tief in das weiche Kalkgestein einschlug. Wenn meine Wahrnehmungen stimmen, steckt dieses außerirdische Fragment in etwa 200 m Tiefe. Er gehört keiner überlegenen Rasse an, sondern einer, die interstellare Raumfahrt betreibt – vielleicht sind die mystischen Schmiede der nordischen Sagen Nachkommen solcher Wesen.
Es gelang mir, ihm meine wahren Gefühle mitzuteilen: Wir würden nicht nach seinem Bordcomputer graben und seinen Schatz nicht entfernen. Wir wollten nur ein Denkmal errichten – denn sein Artefakt hat noch eine gewisse Energie, und vielleicht ist daraus die Leyline entstanden, die seit ewigen Zeiten durch diesen Landstrich verläuft.
Der Zinnguss

Die letzten Bilder waren so klar, daß ich 2002 ein Abbild des Artefakts formte. Ich besorgte mir Zinn, machte eine Form aus Bienenwachs, goß sie in einen Gipsblock ein, schmolz das Wachs heraus und goß so meinen Zinnabdruck. Wenn ich es richtig verstehe, laufen die verschiedenen Bögen in die Himmelsrichtungen und verankern sich auch in der Zeit. Mein Zinnguß ist nur eine oberflächliche Darstellung, und doch hat er eine erstaunlich starke Wirkung: Wenn wir uns darauf konzentrieren, bekommen wir ein Gefühl von Veränderungen in Raum und Zeit.
Die Beschaffung des Zinns war eine Sache für sich. In der Metallindustrie sollten 20 kg 10.000 € kosten. Ich entspannte mich erst einmal – und mir fiel ein, daß Elektroden für große Batterien aus Zinn sind. Ein paar Telefonate später hatte ich 20 kg reines Zinn als Schrott für 1.000 €. 9.000 € gespart.
Er konnte loslassen
Nachdem ich den Zinnguß angefertigt hatte, gab es noch einmal Kontakt mit dem Zwerg. Er hatte sich Jahrtausende an das Artefakt gebunden gefühlt – er war bei dem Unfall gestorben, nur sein Geist schwirrte umher und konnte nicht loslassen. Menschen früherer Epochen erschien er als Dämon oder düsterer Gott; mir zuerst als böser Waldschrat, dann als ängstliches Wesen. Als ich sein Artefakt nachgebildet hatte, war er besänftigt. Er konnte endlich loslassen, verließ seinen Posten und war bereit, sich auf der Erde als Mensch zu inkarnieren. Schon krass: Reinkarnationstherapie für einen Außerirdischen.
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Bericht?
Um eine Vision von D. Harald Alke: Ein bedrohlicher Zwerg entpuppt sich als der Geist eines vor Jahrtausenden gestrandeten Außerirdischen, dessen Artefakt tief unter dem Hof Le Braquet liegt. Eine weltanschauliche Sicht.
Was ist das Artefakt?
Nach Harald Alkes Wahrnehmung der beschädigte Kern eines Bordcomputers, der bei einem Absturz tief ins Kalkgestein einschlug. Er bildete es 2002 als Zinnguss nach.
Wie endet die Geschichte?
Indem Harald Alke das Artefakt nachbildete, konnte der gebundene Geist loslassen und sich – so seine Deutung – als Mensch inkarnieren.