Meditation
Meditation bezeichnet eine grosse Bandbreite an Übungen, mit denen man den Geist bewusst zur Ruhe stellt und das intuitive, nicht grübelnde Denken fördert. Es geht nicht um eine einzelne Technik, sondern um viele, sehr unterschiedliche Wege, die alle in dieselbe Richtung weisen: weg vom unaufhörlichen Gedankenkreisen, hin zu innerer Stille und Klarheit. Aus spiritueller Sicht ist Meditation ein Übungsweg der Selbsterfahrung; sie ist keine medizinische Behandlung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Hilfe.
Was ist Meditation?
Im Kern beschreibt Meditation den Vorgang, die Aufmerksamkeit zu sammeln und das gewohnte, oft hektische Denken bewusst loszulassen. Statt Gedanken weiter anzutreiben, lässt man sie kommen und gehen und kehrt immer wieder zu einem einfachen Anker zurück - dem Atem, einer Empfindung, einem Wort oder einem Bild. Mit der Zeit entsteht so ein ruhigerer, wacherer Zustand, in dem Intuition und neue Einsichten leichter Raum finden. Die konkreten Methoden unterscheiden sich stark, doch das Ziel der inneren Ruhigstellung verbindet sie.
Welche Traditionen gibt es (Zen, Kontemplation, Koan)?
Meditation ist über viele Kulturen hinweg gewachsen. Drei in der Praxis häufig genannte Zugänge sind:
Zen
Zen ist eine japanische Meditationsform, die darauf zielt, innerlich vollkommen abzuschalten und die bewusste Sinnes- und Denktätigkeit zur Ruhe zu bringen. Aus einer Phase vollkommener Leere - im Zen oft als “Nicht-Existenz” umschrieben - sollen neue, höhere Einsichten entstehen. Im Vordergrund steht das stille, aufrechte Sitzen und das Loslassen jeglichen Festhaltens.
Kontemplation
Kontemplation bedeutet, sich in der Meditation in einen Zustand oder Gegenstand hineinzuversenken, um zu neuen Einsichten zu gelangen. Dabei kann man sich innerlich mit äusseren Bedingungen identifizieren, etwa um ein Problem von innen heraus zu verstehen und einer Lösung näherzukommen. Während Zen das Leeren betont, betont die Kontemplation das vertiefte Verweilen bei einem Inhalt.
Koan (Choan)
Ein Koan (im Quellmaterial “Choan”) ist ein Sinnspruch oder Denkanstoss, den Zenmeister ihren Schülern vorlegen, um das “Denken in ausgefahrenen Bahnen” zu durchbrechen und neue Erkenntnisse zu ermöglichen. Koans sind dem Verstand zum Teil bewusst nicht zugänglich - gerade dieses Nicht-Auflösen-Können soll den gewohnten Verstand übersteigen und einen tieferen Einblick anstossen.
Wie fängt man an?
Der Einstieg braucht keine besondere Ausstattung. Hilfreich sind:
- Ein ruhiger Ort und eine bequeme, aufrechte Haltung.
- Einige wenige Minuten täglich - Regelmässigkeit wirkt stärker als Länge.
- Ein einfacher Anker, etwa der Atem, zu dem man zurückkehrt, sobald Gedanken abschweifen.
- Eine geduldige, wertfreie Haltung: Abschweifen ist normal und gehört dazu.
Mit etwas Übung wird das Zur-Ruhe-Kommen vertrauter. Welche Tradition oder Methode am besten passt, zeigt sich am ehesten durch ruhiges Ausprobieren.
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Häufige Fragen
Was ist Meditation?
Meditation ist ein Sammelbegriff fuer Übungen, mit denen der Geist bewusst zur Ruhe kommt und das intuitive, nicht grübelnde Denken Raum bekommt. Es gibt viele unterschiedliche Methoden, vom stillen Sitzen bis zur Versenkung in eine Frage oder ein Sinnbild.
Welche Traditionen gibt es (Zen, Kontemplation, Koan)?
Zen ist eine japanische Form, die auf innere Stille und das Loslassen der gewohnten Denktätigkeit zielt. Kontemplation meint das Sich-Hineinversenken in einen Gegenstand, um zu neuen Einsichten zu gelangen. Ein Koan ist ein Sinnspruch oder Denkanstoss, der eingefahrene Denkbahnen aufbricht.
Wie fängt man mit Meditation an?
Ein ruhiger Ort, eine bequeme aufrechte Haltung und einige Minuten täglich genügen fuer den Anfang. Hilfreich ist ein einfacher Anker wie der Atem, zu dem man immer wieder zurückkehrt, wenn Gedanken auftauchen. Regelmässigkeit zählt mehr als Dauer.
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Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am
- — Kanonischer Eintrag; meditation-2, kontemplation, zen, choan zusammengeführt.
Quellen
- D. Harald Alke: Gesundheitslexikon. Ausführliche Darstellung gesundheitlich relevanter Themen und therapeutischer Methoden; gebündelte, sich überschneidende Erfahrungen aus rund 30 Jahren Lebensberatung mit Klientinnen und Klienten. Kyborg Institut.
Autor: D. Harald Alke