Aura

Die Aura bezeichnet in spiritueller und esoterischer Lehre das feinstoffliche Feld, das den Menschen – nach dieser Sichtweise – umgibt und durchdringt. Am Kyborg Institut verwenden wir „Aura“ als Sammelbegriff für mehrere solcher Felder und Schwingungen. Das ist eine persönliche, weltanschauliche Sicht, keine physikalisch belegte Tatsache. Ein Satz fasst unsere Haltung zusammen: „Wenn uns jemand in den Arm nimmt und tröstet, sind wir in seiner Aura geborgen.“

Was ist die Aura?

Das Wort stammt aus dem Griechischen und Lateinischen: aura heißt „Hauch“, „Lufthauch“. (Der „Strahlenkranz“, mit dem die Aura manchmal erklärt wird, heißt eigentlich Aureole – eine gern verwechselte, aber andere Wortfamilie.)

Für dasselbe Feld kennen die Traditionen viele Namen: Aura, Ätherkörper, Astralkörper, Fluidum, Od; indigene Heiler sprechen vom Menschen als „leuchtendem Kokon“. Wir stellen diese Beschreibungen gleichwertig nebeneinander – jede Tradition hat ihren eigenen Zugang gefunden.

In der Definition von D. Harald Alke heißt es: Der Begriff Aura „bezeichnet pauschal das feinstoffliche und energetische Feld des Menschen. Mit dem Begriff der Aura werden verschiedene Energiefelder und Strahlungen zusammengefaßt.“ Er betont dabei, dass das seine eigenen Erfahrungen sind – andere Forschende sehen es anders.

Aus welchen Schichten besteht die Aura nach Sicht des Kyborg Instituts?

Wir beschreiben den Menschen in vier Bereichen – Körper, Seele, Geist und Ego:

Wie viele Schichten es „wirklich“ sind, wird in den Traditionen unterschiedlich gezählt – drei, vier, neun oder mehr. Das ist für uns kein Widerspruch: „Verschiedene Berichte über die Aura sind also kein Widerspruch, sie ergänzen sich.“ Und mit einem Augenzwinkern: „Bei derartigen Betrachtungen sollten wir aber bitte nicht schon wieder spießig werden.“ Wichtiger als ein Katalog ist die eigene Erfahrung.

Welche Rolle spielen Chakren und Kundalini in der Aura?

Nach der yogischen Lehre treten die Chakren wie feine Blüten aus dem Hauptkanal in der Wirbelsäule hervor und öffnen sich ein Stück außerhalb des Körpers – in der Aura. Ihre Quelle ist die Kundalini. Aura, Chakren und Lebensenergie gehören in dieser Sicht zu einem Gefüge; Zeichnungen im eigenen Werk zeigen es als „Energiekokon“, der den ganzen Körper umhüllt. Das ist ein Bild der Tradition, kein gemessener Befund.

Was sagen die Farben der Aura?

Nach unserer Sicht ist die Aura ständig in Bewegung und verändert ihre Farbe, je nachdem, welche Gedanken und Gefühle einen Menschen gerade beschäftigen und wie angespannt oder entspannt er ist. Farbdeutungen – es gibt mehrere Systeme, die weitgehend, aber nicht genau übereinstimmen – verstehen wir als Stimmungsbild des Augenblicks, nicht als Diagnose.

Ein praktischer Hinweis aus dem eigenen Werk: Wer die Farben anderer wahrnehmen möchte, achtet auf die Kleidung – ein kräftiges Violett am Körper überdeckt einen violetten Schimmer, falls er da ist. Deshalb wird bei solchen Übungen gern Weiß getragen.

Wie lernt man, die Aura wahrzunehmen?

„Je nach Training des Beobachters kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, denn jede Beobachtung ist eine Wechselwirkung zwischen Objekt und Beobachter.“ Die Veranlagung mag verschieden sein, doch prinzipiell halten wir es für jedem Menschen möglich. Meist beginnt es mit dem Fühlen; das Sehen kommt, wenn überhaupt, später. In der Natur gelingt die Sensibilisierung leichter als im „Lärm“ der Großstadt.

Dabei gilt, was D. Harald Alke über die Geomantie schrieb: Das wichtigste Instrument ist „unser eigener Körper und unser Geist (unser bioenergetisches Kraftfeld, das auch gerne als Aura bezeichnet wird)“ – dieselbe Haltung wie in der Radiästhesie: Der Mensch ist das Instrument, nicht ein Gerät.

Übung 1 – der Energieball (allein):

  1. Ruhig sitzen oder stehen, gleichmäßig atmen, die Augen fast schließen.
  2. Die Hände vor dem Körper halten, als trüge man einen großen, leichten Ball.
  3. Nach einer Weile die Hände ganz leicht aufeinander zu und wieder zurück bewegen – und nach dem Feld tasten.
  4. Manche spüren Wärme, Kribbeln oder einen sanften Widerstand; manche sehen, wie die Luft „silbrig zu flimmern“ beginnt.

Übung 2 – der Handabstand (zu zweit):

  1. Die Hände nebeneinander vor den Körper halten, etwa zwanzig Zentimeter Abstand.
  2. Das Gegenüber schiebt langsam eine Hand dazwischen – erst rechts, dann links.
  3. Beide beschreiben, was sie spüren, und vergleichen.

Beide Übungen sind Wahrnehmungsübungen – sie versprechen nichts außer der Erfahrung selbst. Oder, wie es im Edelsteinbuch heißt: „Wer die Aura sehen lernt, sieht die Welt mit neuen Augen.“

Was zeigt Aura- und Kirlian-Fotografie – und was nicht?

Das Kyborg Institut hat seit 1997 immer wieder Aurafotos machen lassen, auch auf Messen (siehe Öffentlichkeit). Umso deutlicher ist die eigene Einordnung:

Was solche Verfahren abbilden, lässt sich durch physikalische Faktoren wie Feuchtigkeit, Druck, Temperatur und elektrische Spannung erklären. Sie gelten weder als Beweis für ein Energiefeld noch als Beleg für eine Gesundheitswirkung. Wer sich für die Erfahrungen damit interessiert, findet sie in Kann man die Aura eines Menschen fotografieren? und Die Wirkung der Energiepyramiden in der Aura-Fotografie.

Warum sehen verschiedene Menschen die Aura verschieden?

Weil die feine Wahrnehmung „nicht so gleichmäßig wie unsere sonstige Wahrnehmung mit den 5 Sinnen“ funktioniert. Deshalb gilt am Institut: „Verschiedene hellsichtige Menschen nehmen sie unterschiedlich wahr, und man muß sich absprechen, austauschen und dann auf Gemeinsamkeiten einigen.“ Abgleich statt Absolutheit – und keine Maße: Angaben, wie „groß“ eine Aura sei, gehen selbst im eigenen Werk weit auseinander. Wir nennen deshalb keine.

Unsere Haltung zur Beweisfrage ist die der Erfahrung: „Wir müssen nicht alles begründen und beweisen. Es reicht, wenn wir es erfahren, gut beobachten und unseren Gefühlen vertrauen.“ Wer mag, prüft es selbst. Verwandte Begriffe: Telepathie, Meditation, Energie.


Hinweis: Dieser Eintrag gibt eine persönliche, weltanschauliche Sichtweise wieder. Die Aura ist kein medizinischer Befund; Farben oder Wahrnehmungen sind keine Diagnose.

Häufige Fragen

Was ist die Aura?

Nach spiritueller Lehre das feinstoffliche Feld, das den Menschen umgibt und durchdringt. Am Kyborg Institut verwenden wir „Aura“ als Sammelbegriff für mehrere solcher Felder – von der Seele (Ätherkörper) bis zum Geist (Astralkörper). Das ist eine persönliche, weltanschauliche Sichtweise, keine physikalisch belegte Tatsache.

Kann jeder die Aura sehen?

Die Veranlagung ist verschieden, grundsätzlich halten wir es aber für lernbar. Meist beginnt es mit dem Fühlen – etwa zwischen den Händen –, das Sehen kommt, wenn überhaupt, später. In der Natur gelingt die Sensibilisierung nach unserer Erfahrung leichter als im Lärm der Großstadt.

Zeigt ein Aurafoto meine Aura?

Aus unserer Sicht nein. Aura- und Kirlian-Fotografie sind wissenschaftlich nicht als Nachweis eines Energiefeldes anerkannt – das schreibt auch D. Harald Alke selbst. Wir sehen solche Fotos als Anregung zur eigenen Wahrnehmung, nicht als Abbild der Aura und schon gar nicht als Gesundheitsaussage.

Sind Aurafarben fest?

Nein. Nach unserer Sicht ist die Aura ständig in Bewegung und verändert ihre Farbe mit Gedanken, Gefühlen, Anspannung und Entspannung. Farbdeutungen sind ein Deutungsangebot für die Stimmung des Augenblicks – keine Diagnose.

Ist der Ätherkörper dasselbe wie die Aura?

Die Begriffe überschneiden sich. Wir unterscheiden den Ätherkörper (Seele, Gefühle, geprägt von den Lebensereignissen), den Astralkörper (Geist, Träger der Chakren) und den Mentalkörper (den denkenden Teil). Wichtiger als ein genauer Katalog ist uns die eigene Erfahrung.

Warum beschreiben Menschen die Aura so unterschiedlich?

Weil jede Wahrnehmung eine Wechselwirkung zwischen Beobachtetem und Beobachter ist. Wer anders geschult ist, sieht anderes. Die Berichte widersprechen sich deshalb nicht, sie ergänzen sich – und man gleicht sie am besten miteinander ab.

Verwandte Standpunkte & Aktuelles

Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am
  • — Hinweise gekürzt.
  • — Eintrag aus dem eigenen Werk vertieft: Aura als Sammelbegriff, das Schichtenmodell des Instituts, Bezug zu den Chakren, Farben als Stimmungsbild, zwei Wahrnehmungsübungen, die eigene Einordnung der Aura-Fotografie und die korrekte Herkunft des Wortes.
  • — Neuer kanonischer Kernbegriff-Eintrag angelegt.

Quellen

  • D. Harald Alke: Gesundheitslexikon. Kyborg Institut – Abschnitt „Der Energiekörper des Menschen: Die verschiedenen Schwingungen der Aura“.
  • D. Harald Alke: Energytraining Band 1. Kyborg Institut & Verlag – Abschnitt „Der Energiekörper des Menschen“.
  • D. Harald Alke: Energytraining Band 2 (Chakratraining). Kyborg Institut & Verlag – Übung 199 (Energiefeld zwischen den Händen).
  • D. Harald Alke: Botschaften aus dem Licht. Kyborg Institut & Verlag, 2004 – Channeling vom 7.11.1997 zur Aura-Fotografie.
  • D. Harald Alke: Der PyramidenMann. Kyborg Institut & Verlag, 2000 – Abschnitt „Religion und Wissenschaft“.
  • D. Harald Alke: Der Schlüssel zum 3. Jahrtausend (Handbuch 2015). Kyborg Institut & Verlag – Abschnitt „Geomantie im Wandel der Zeit“.
  • D. Harald Alke: Mahatma – Die große Seele der Natur (Lebenserinnerungen). Kyborg Institut & Verlag.
  • D. Harald Alke: Edelsteinbuch (Esoterik Band 2). Kyborg Institut & Verlag – Abschnitt „Magische Kunst zum Begreifen“.

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Von D. Harald Alke, Tobias O. R. Alke

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