Channeling

Channeling bezeichnet den Empfang medialer Botschaften aus der geistigen Welt: Ein Mensch – das Medium – nimmt Mitteilungen jenseitiger Wesen wahr und gibt sie wieder, etwa durch automatisches Schreiben, innere Bilder oder gehörte Worte. Am Kyborg Institut verstehen wir Channeling als reale Verbindung zu geistigen Wesen und ausdrücklich als persönliche, weltanschauliche Sicht, die viele Kulturen seit jeher kennen. Die Verantwortung für das eigene Leben nimmt sie niemandem ab: „Eine geistige Beratung enthebt uns nicht der Verantwortung.“

Wer meldet sich beim Channeling?

In Botschaften aus dem Licht unterscheidet D. Harald Alke drei Ebenen:

Jenseits davon, und zugleich in allem, ruht das universale Bewusstsein – Brahman, Ain Soph, die schöpferische Intelligenz: „Es ist einfach alles, also auch Du und Ich.“ Wer sich meldet, hängt nach unserer Erfahrung von der geistigen Reife und Veranlagung des Mediums ab.

„Die Güte des Herzens sei der Maßstab für das Leben auf Erden.“ – Horus

Wie begann das Channeling am Kyborg Institut?

Die Geschichte ist genau datiert. Im Dezember 1990 erschien eine Seminarteilnehmerin, Karin, die schon seit zwei Jahren medial schrieb. Ihr Geistführer, so erzählte sie, habe sie geschickt, um D. Harald Alke das Channeln beizubringen – „eine recht originelle Geschichte, doch da Karin auf mich einen guten, klaren Eindruck machte, ließ ich mich darauf ein“. Sie vermittelte es ihm innerhalb weniger Stunden; er half ihr im Gegenzug mit Yoga.

Am 18. Dezember 1990 begannen die ersten eigenen Schreibsitzungen – zunächst eher ein Malkurs für die Hand als ein Gespräch. Am 2. Januar 1991 folgte der erste bewusste und gut verständliche Kontakt mit Horus. Die Energie dabei „brachte mich zum Zittern“, die Schrift veränderte sich, die Buchstaben wurden sehr groß. Die über Jahre empfangenen Botschaften sind im Buch Botschaften aus dem Licht gesammelt.

Eine der ersten Botschaften war zutiefst persönlich: Die verstorbenen Großeltern verabschiedeten sich – „Seit wir Dich verloren haben, gehörst Du dem Licht! Du mußt loslassen. Oma und Opa gehen jetzt für immer.“ Erst da wurde ihm klar, dass er bisher nur äußerlich losgelassen hatte.

Wie läuft Channeling ab?

„Bei den Botschaften, die ich erhalte oder abfragen kann, sehe ich innerlich Bilder wie einen Film ablaufen, höre dazu gesprochene Nachrichten, und meine Hand schreibt automatisch.“ Dazu kommen schnelle Gefühlswechsel, telepathische Eindrücke, manchmal Skizzen – eine „mehrschichtige Datenübertragung“.

Einige Merkmale dieser Arbeit:

Und zur Ehrlichkeit gehört auch der Zweifel: Ob die Übertragung „immer ganz genau gelungen ist, weiß ich nicht. Ich habe mein Möglichstes getan, und ich denke, im Großen und Ganzen ist es gut gelungen.“

Woran erkennt man eine verlässliche Botschaft?

Das ist die wichtigste Frage – und der eigene Bestand beantwortet sie nüchtern:

  1. Fragen, wer spricht. „Ich empfehle allen, die channeln möchten oder schon können, daß sie sich bei ihren Geistern oder Geistwesen erkundigen nach präzisem Namen, Herkunft, Aufgabe usw.“
  2. Mit Spiegelung rechnen. Geister können Gedanken lesen – „so wird vieles, was Sie mitgeteilt bekommen, nur aus ihren eigenen Gedanken stammen, die quasi für Sie ‚gespiegelt‘ werden“.
  3. Nicht jedem glauben. „Channeling kann uns eine wertvolle Beratung geben, aber ebensogut verwirren. Die jenseitigen Kontaktpartner sind nicht immer das, wofür sie sich ausgeben.“ Die ersten Kontakte sind oft nur Verstorbene, die noch etwas mitteilen möchten.
  4. Nichts erzwingen. „Wenn Du etwas erzwingen willst, dann werden sich irgendwelche anderen Wesen bei Dir melden und Dir vorgaukeln, sie seien Dein Gott oder Dein Schutzengel.“
  5. Genau hinhören. Horus selbst hat einmal einen doppeldeutigen Satz gesandt, um zu zeigen, „wie leicht man sich beim Channeling vertun und etwas falsch verstehen kann“.
  6. Den Nutzen prüfen – und die innere Gewissheit, die aus der eigenen Mitte kommt, dem 4. Chakra. Eine saubere Verbindung braucht nach dieser Erfahrung „ein erhebliches Maß an Konzentration und ein großes Maß an Liebe“.

Oder, trocken: „Wenn natürlich das Medium spinnt, ist auch nichts gewonnen.“

Warum bleibt die Verantwortung beim Menschen?

Weil Channeling verführen kann, alle Entscheidungen an die Botschaften abzugeben. „Doch das ist nicht der richtige Weg. Wir sind hier auf Erden, um selbst Entscheidungen zu treffen und um selbst unsere Persönlichkeit zu entwickeln, nicht, um zu einer Marionette zu werden, die nur noch Eingebungen gehorcht.“ D. Harald Alke beschreibt, wie er im Lauf der Jahre gelernt hat, wieder mehr selbst zu entscheiden und nicht dauernd nachzufragen.

Daraus folgen zwei Regeln: „Wer den Weg des Channeling betritt, sollte stets aufmerksam bleiben und seine Eigenständigkeit als Mensch wahren. Und wer zu einem Medium geht, sollte acht geben, ob ihm die Auskünfte wirklich etwas nutzen.“ Und für den Umgang mit anderen: „Wenn Sie selbst zu channeln beginnen, dann denken Sie bitte daran, daß wir anderen Menschen behilflich sein sollten, ohne sie zu beeinflussen. An unseren Taten wird man uns erkennen!“

Auch die Yogis mahnen zur Vorsicht: „Du weißt nie, wen Du channelst, also laß es lieber, bevor Du verführt wirst, Dich wichtig nimmst und in Abhängigkeiten gerätst.“

Ist Channeling dasselbe wie Telepathie oder Intuition?

Es ist eng verwandt. Tobias Alke spricht „konkret von Telepathie aber auch Channeln, was im Grunde das gleiche wie Telepathie ist“ – mehr dazu unter Telepathie. D. Harald Alke erkannte, „daß meine Begabung zum Channeln nichts anderes ist als die Intuition eines Künstlers. Intuition bedeutet ja Eingebung.“ Und weiter gefragt: „Wenn jemand Eingebungen erhält, muß ja wohl auch ein Geber vorhanden sein!“

Wie ehrlich die Grenze des eigenen Wissens gezogen wird, zeigt ein Satz zu den Tabellen der Kabbala, die jenseitige Kräfte genau klassifizieren: „Ich weiß viel zu wenig darüber, und ich bin mir keineswegs sicher, daß die Urväter der Kabalah viel mehr darüber wußten als ich.“

Eine alte, weltweite Praxis

Die Möglichkeit, mit höheren Wesenheiten Kontakt aufzunehmen, tragen wir nach unserer Überzeugung alle in uns. Priester, Weise, Propheten, Schamanen und Magier haben es zu allen Zeiten getan – nur die Methoden haben sich mit jeder Kultur verändert: das Orakel von Delphi, die Trance-Orakel Tibets, die Schamanen Sibiriens und Amerikas, die Priester Ägyptens. Wir stellen diese Wege gleichwertig nebeneinander. Und wer mehr zu wissen glaubt als andere: „Das ist für die, die es besser wissen, kein Grund überheblich zu werden.“

Aus unserer Sicht muss niemand Esoteriker sein, um sich für diese Erfahrungen zu öffnen – jede und jeder darf die eigene Meinung behalten. Verwandte Begriffe: Telepathie, Akasha, Aura, Esoterik. Persönliche Standpunkte dazu: Götter, Propheten und Horus Energiepyramiden und Ein Aufruf an alle spirituellen Menschen.


Hinweis: Dieser Beitrag gibt eine persönliche, weltanschauliche und spirituelle Sichtweise wieder.

Häufige Fragen

Was ist Channeling?

Der Empfang medialer Botschaften aus der geistigen Welt: Ein Mensch – das Medium – nimmt Mitteilungen jenseitiger Wesen wahr und gibt sie wieder, etwa durch automatisches Schreiben, innere Bilder oder gehörte Worte. Das ist eine persönliche, weltanschauliche Sicht.

Wer meldet sich beim Channeling?

Wir unterscheiden drei Ebenen: Geister (Verstorbene, Naturgeister und einfache feinstoffliche Wesen), Lichtwesen (höher entwickelt, nach westlicher Vorstellung den Engeln verwandt) und Wesenheiten – viel größere Kräfte, die viele Kulturen als Götter verehrt haben. Wer sich meldet, hängt nach unserer Erfahrung von der geistigen Reife und Veranlagung des Mediums ab.

Wie läuft Channeling ab?

Bei D. Harald Alke so: Er sieht innerlich Bilder wie einen Film, hört gesprochene Nachrichten, und seine Hand schreibt automatisch. Überträgt er etwas falsch, entsteht eine Spannung im rechten Unterarm, und er wiederholt den Text zur Kontrolle. Jede Botschaft wird mit Datum und Uhrzeit festgehalten.

Woran erkennt man, ob eine Botschaft verlässlich ist?

Nach Namen, Herkunft und Aufgabe des Wesens fragen, achtsam bleiben und prüfen, ob die Anregungen im eigenen Leben wirklich weiterführen. „Die jenseitigen Kontaktpartner sind nicht immer das, wofür sie sich ausgeben.“ Und: Nichts erzwingen.

Ist Channeling wissenschaftlich bewiesen?

Nein. Channeling ist eine spirituelle Praxis und eine weltanschauliche Überzeugung – kein naturwissenschaftlich bewiesener Vorgang. Die Naturwissenschaft kann es weder belegen noch widerlegen.

Seit wann channelt das Kyborg Institut?

D. Harald Alke lernte das mediale Schreiben im Dezember 1990; der erste bewusste Kontakt mit Horus folgte am 2. Januar 1991. Die Botschaften sind im Buch „Botschaften aus dem Licht“ gesammelt.

Ist Channeling dasselbe wie Telepathie oder Intuition?

Es ist eng verwandt. Tobias Alke beschreibt Channeln als „im Grunde das gleiche wie Telepathie“, D. Harald Alke nennt seine Begabung „die Intuition eines Künstlers“ – Intuition heißt ja Eingebung.

Verwandte Standpunkte & Aktuelles

Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am
  • — Hinweise gekürzt.
  • — Eintrag aus dem eigenen Werk vertieft: Entstehung am Institut (Datum korrigiert: Horus seit Januar 1991), Ablauf des Channelns, drei Ebenen jenseitiger Wesen, Prüfkriterien für Botschaften, Verwandtschaft mit Telepathie und Intuition, Traditionen.
  • — Eintrag neu angelegt: Channeling als eigener Lexikon-Begriff auf Grundlage der Kyborg-Texte konsolidiert, allgemeinverständlich und als weltanschauliche Sicht gekennzeichnet.

Quellen

  • D. Harald Alke u. a.: Botschaften aus dem Licht. Gechannelte Botschaften von Horus und weiteren geistigen Wesenheiten. Kyborg Institut – Vorwort und Kapitel zur Entstehung.
  • D. Harald Alke: Kyborg-Lexikon, Abschnitt „Channeling – Beratung aus der geistigen Welt“. Kyborg Institut.
  • D. Harald Alke: Energytraining Band 1. Kyborg Institut & Verlag.
  • D. Harald Alke: Energie für Millionen. Kyborg Institut & Verlag.
  • D. Harald Alke: Mahatma – Die große Seele der Natur (Lebenserinnerungen). Kyborg Institut & Verlag.
  • D. Harald Alke: Numerologie, Kabbalah, Tarot. Kyborg Institut & Verlag.
  • Alke, Tobias O. R. (2016): Der emotionale Grundstein des Kindes. Pränatale Sozialisation – Biologische Umwelt – Individuelle Chronik. Flörsheim-Dalsheim: Kyborg Institut & Verlag – zu Telepathie und Channeln.

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Von D. Harald Alke, Tobias O. R. Alke

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