Die Cholesterin-Lüge – wissenschaftliche Bestätigungen

Autor: D. Harald Alke

Standpunkt statt Lexikon. Eine persönliche Einordnung von D. Harald Alke, die öffentliche Berichte und Studien referiert. Die neutrale Begriffsklärung steht im Lexikon-Eintrag Cholesterin.

Na endlich! Seit Jahren weise ich auf das hin, was ich die „Cholesterin-Lüge” nenne. Für mich war das zunächst ein Bauchgefühl – und ich finde meine Skepsis durch immer mehr Berichte und Forschung bestätigt.

Was der WDR berichtete

Ein frischer grüner Salat mit Geflügelmägen (Salade de gésiers), Rohschinken, Tomaten und Weißbrot auf einem Glasteller.

Der WDR hat in Quarks & Co einen ausführlichen Bericht über Ursprung und Folgen der Cholesterin-Debatte gestaltet (wiederholt am 4.11.2012). Bereits 1956 hatte ein US-Forscher den Zusammenhang zwischen hohem Cholesterin und Herzinfarkt untersucht und – nach diesem Bericht – keinen klaren Zusammenhang gefunden, seine Daten aber dennoch so dargestellt, als gäbe es einen. Laut WDR ist „durch zahlreiche Forschungen … bekannt, dass es keinen einfachen Zusammenhang zwischen Cholesterin und Fett in der Nahrung und Arterienverkalkung und Herzinfarkt gibt”.

Nach diesem Bericht entscheidet der Körper weitgehend selbst, wie viel Cholesterin er aufbaut; und gerade die in der Butter enthaltenen Fette sollen das Immunsystem unterstützen. Meine langjährige Empfehlung, ohne Angst Butter zu essen, sehe ich dadurch bestätigt.

Aus meiner Sicht wird mit der Cholesterin-Erzählung viel Verunsicherung erzeugt, von der wirtschaftliche Interessen profitieren. Das sage ich als subjektive Kritik an Strukturen und Anreizen – nicht als pauschalen Vorwurf an einzelne Ärztinnen und Ärzte.

Weitere Berichte und Selbstversuche

In den Jahren danach kamen viele weitere Beiträge hinzu, die dieselbe Richtung zeigen:

Versteht mich bitte recht: Es geht mir nicht darum, möglichst fett zu essen, sondern um den entspannten Umgang mit Fett. Das deckt sich mit dem, was ich seit Jahren schildere (siehe auch mein Gesundheitslexikon von 2006).

Grenzwerte, die gesunde Menschen „krank” schreiben

Berichtet wird, dass 1990 eine Konferenz die Cholesterin-Grenzwerte festlegte: Obwohl eine bayerische Massenuntersuchung an 100.000 Menschen einen Mittelwert von rund 260 mg/dl ergeben hatte, setzte man den Grenzwert auf 200 mg/dl – womit auf einen Schlag viele gesunde Menschen als behandlungsbedürftig galten. Solche Grenzwert-Festlegungen sehe ich kritisch; das ist meine subjektive Bewertung.

Dick ist nicht gleich krank

Der WDR-Bericht wies auch darauf hin, dass manche sehr sportlichen, betont „gesund” lebenden Menschen dennoch eine Fettleber entwickeln, während viele kräftige Menschen kerngesund sind. In vielen Kulturen gilt Fülle ohnehin als Zeichen von Kraft – in Asien spricht man beim Bauch älterer Männer vom „Chi-Belt”, dem Kraftgürtel. Die einfache Gleichung „dick = krank” greift also zu kurz.

Butter, Öle und Hülsenfrüchte

Zu Ölen wurde berichtet, dass teure Pflanzenöle nicht automatisch besser sind – manche werden gestreckt, während günstige Sonnenblumen- und Rapsöle aus dem Discounter rein und hochwertig sein können. Wer mag, teste seine Öle mit Kinesiologie selbst. Dein Körper lügt nicht!

Wer vegetarisch lebt, sollte regelmäßig für pflanzliches Eiweiß sorgen – am besten aus Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen). Wer sie wegen möglicher Blähungen meidet, verzichtet auf wertvolles Eiweiß; mit regelmäßiger Bewegung oder Energytraining verträgt man sie meist gut. Alle alten Völker hatten passende Gemüse-Kombinationen mit Hülsenfrüchten – Ägypten: Linsen und Kichererbsen; Vorderer Orient: Kichererbsen; Indien: Bohnen; Asien: Soja und Mungbohnen; indigene Völker Amerikas: Kidneybohnen. Guten Appetit!

Mein Fazit

Nach allem, was ich über die Jahre gesammelt habe, komme ich zu dem Schluss: Der Körper reguliert weitgehend selbst, wie viel Cholesterin er aufnimmt. Wer ansonsten gesund ist und ein vernünftiges Maß an Fett isst, hält nach diesen Berichten oft eine bessere Balance. Ich selbst lasse regelmäßig meine Blut- und Enzymwerte bestimmen, esse gerne Butter und täglich ein Ei – und meine Cholesterinwerte sind ausgesprochen niedrig. Hör auf Deinen Bauch und iss, was Dir gut tut. (Das ist eine persönliche Sicht und ersetzt keine ärztliche Beratung.)

„Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse … Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.” – Goethe zu Eckermann

„Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.” – Goethe, Maximen und Reflexionen

„Der Mensch an sich selbst, sofern er sich seiner gesunden Sinne bedient, ist der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann.” – Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre

„Nur der ist frei, der nicht mehr nach Befreiung verlangt!” – Yogavasistha


Hinweis: Dieser Beitrag gibt eine persönliche, weltanschauliche Sichtweise wieder und referiert öffentlich zugängliche Berichte. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung; bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Häufige Fragen

Worauf stützt sich dieser Beitrag?

Auf öffentliche Medienberichte und Studien über mehrere Jahre (u. a. WDR Quarks, ein BBC-Selbstversuch, ZDF und Deutschlandfunk), die D. Harald Alke als Bestätigung seiner Kritik an der Cholesterin-Erzählung referiert. Quellengestützt, aber ausdrücklich als persönliche Sicht.

Heißt das, Cholesterin ist egal?

Nein. Der Beitrag stellt die einfache Gleichung Fett und Cholesterin gleich Herzinfarkt infrage und plädiert für einen entspannten Umgang mit Ernährung. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.

Was sagt der Beitrag zu Butter und Ölen?

Er referiert Berichte, wonach Butterfette das Immunsystem unterstützen sollen und teure Öle nicht automatisch besser sind als günstige. Das sind referierte Quellenaussagen, keine Heilversprechen.

Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am