Besessenheit
„Besessenheit” meint in der spirituellen Sicht dieses Lexikons die Vorstellung, dass ein Mensch von einem fremden oder eigenen seelischen Fragment – etwa aus einer früheren Inkarnation – beeinflusst werde. Die Vorstellung hat eine lange kulturgeschichtliche Tradition.
Eine spirituell-historische Vorstellung
In unserer Lesart kann ein seelisches „Fragment” ein gewisses Eigenleben führen und einen Menschen belasten. Solche Bilder von „unreinen Geistern” oder „Schatten” finden sich in vielen Kulturen und Religionen. Für uns gehören sie in den Bereich von Karma und Seelenentwicklung.
Klare Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen
Historisch wurden Zustände, die wir heute als Psychosen oder Schizophrenie kennen, manchmal als „Besessenheit” gedeutet. Diese Gleichsetzung lehnen wir ab: Psychische Erkrankungen sind medizinisch gut beschrieben und gehören – gerade bei Anzeichen wie Wahn, Stimmenhören oder Realitätsverlust – zeitnah in fachärztliche Behandlung (siehe Psychose und Psychiatrie). Von jeder Selbstbehandlung mit Drogen raten wir ab.
Was heißt das praktisch?
- Spirituelle Vorstellung und psychische Erkrankung auseinanderhalten.
- Keine Selbstversuche mit Drogen.
Häufige Fragen
Ist „Besessenheit” dasselbe wie eine Psychose oder Schizophrenie?
Nein. Besessenheit ist hier eine spirituell-historische Vorstellung. Psychosen und Schizophrenie sind ernste psychische Erkrankungen, die medizinisch gut beschrieben und behandelbar sind. Wir setzen beides nicht gleich.
Empfiehlt das Kyborg Institut Drogen wie Mescalin zur „Reinigung”?
Nein. Wir raten von jeder Selbstbehandlung mit Drogen ab – das ist gefährlich und bei psychischen Erkrankungen besonders riskant.
Änderungsverlauf · zuletzt aktualisiert am
- — Hinweise gestrafft, Text klarer gefasst.
- — Eintrag überarbeitet und verständlicher gefasst, mit Hinweis auf ärztliche Abklärung.
Quellen
- D. Harald Alke: Gesundheitslexikon. Ausführliche Darstellung gesundheitlich relevanter Themen und therapeutischer Methoden; gebündelte, sich überschneidende Erfahrungen aus rund 30 Jahren Lebensberatung mit Klientinnen und Klienten. Kyborg Institut.
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Von D. Harald Alke