Überholte Horror-Szenarien

Autor: D. Harald Alke

Standpunkt statt Lexikon. Ein Kommentar von D. Harald Alke gegen die Angst-Konjunktur. Hintergrundwissen: Lexikon-Eintrag Angst.

…und die Erde dreht sich weiter…

„Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.” – Goethe zu Eckermann

„Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.” – Goethe, Maximen und Reflexionen

Warum kehren Angst-Szenarien immer wieder?

In regelmäßigen Abständen werden Horror-Stories verbreitet, die die Bevölkerung in Sorge um die Zukunft halten. Solche Erzählungen finden leider auch in der Esoterik-Szene weite Verbreitung – gerade weil sich sensitive Menschen oft besonders ehrlich um das Leben auf der Erde sorgen. Dadurch werden viele schwere Gefühle und Gedanken gestreut, die unsere Möglichkeiten zur Meditation und zur positiven Lebensgestaltung schmälern.

Gerade aufmerksame, bewußte Menschen sollten deshalb achtsam sein und solche Stories nicht weitertragen. Wenn wir in Beratungen oder Seminaren damit konfrontiert werden, sollten wir ihnen sachlich Einhalt gebieten.

Manche Vorhersage erwies sich als übertrieben

Ein nüchterner Blick zurück zeigt: Nicht jede groß angekündigte Katastrophe ist eingetreten. Der „Millennium-Bug”, der zum Jahr 2000 angeblich weltweit die Computer abstürzen lassen sollte, blieb aus. Der für 2012 prophezeite „Weltuntergang” nach dem Maya-Kalender fand nicht statt. Auch frühe Ressourcen-Prognosen, die schon nach wenigen Jahren das Ende ankündigten, trafen in ihrer zeitlichen Dramatik nicht zu. Das heißt nicht, dass es keine realen Herausforderungen gäbe – aber die dramatische Zuspitzung dient oft mehr der Aufmerksamkeit als der Sache.

Auch beim Klima beobachte ich – das ist ausdrücklich meine subjektive Sicht – dass mit Angst viel Politik und Geschäft gemacht wird. Das ändert nichts daran, dass Umweltschutz und die Umstellung auf erneuerbare Energien sinnvoll und richtig sind; nur sollte man dabei mit Augenmaß vorgehen.

Sachlich bleiben

Jemand hat einmal treffend gesagt: „Wenn schlechte Nachrichten an mich herangetragen werden, dann sollten sie hier bei mir ihr Ende finden und nicht weiterverbreitet werden.” Eine gute Haltung.

Bleiben wir sachlich und distanziert, wenn uns die nächsten Stories aufgetischt werden – es gibt Wichtigeres zu tun!

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Standpunkt?

Um die Beobachtung von D. Harald Alke, dass alle paar Jahre neue Angst-Szenarien kursieren – und ein Plädoyer, Angst nicht weiterzutragen, sondern sachlich und gelassen zu bleiben. Eine weltanschauliche Sicht.

Werden hier wissenschaftliche Befunde bestritten?

Nein. Der Beitrag kritisiert übertriebene Angstkommunikation, nicht die Wissenschaft selbst. Umweltschutz und erneuerbare Energien hält das Kyborg Institut ausdrücklich für richtig.

Wie geht man mit Angst-Stories um?

Sachlich und distanziert: informiert bleiben, aber Angst nicht ungeprüft weiterverbreiten. Innere Stabilität – etwa durch Pranayama und Meditation – hilft beim Einordnen.

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