Rezension: GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der Welt

Autor: Tobias O. R. Alke

Erschienen in Kyborg Publishing · ISSN 2366-3839

Standpunkt statt Lexikon. Eine Arbeit von Tobias O. R. Alke. Hintergrundwissen: Lexikon-Eintrag Altruismus. Mit dem Buch von Muhammad Yunus weise ich auf ein praktisches Beispiel zu konstruktivem Denken hin. Die GRAMEEN Bank versucht trotz Widerständen den Menschen zu einem besseren Selbstbild zu verhelfen um damit die Unabhängigkeit der Menschen und ihr Vorankommen in der Gesellschaft zu fördern. Dieses allgemeine Wohlbefinden ist seit Jahren unser eigenes Anliegen und findet sich in allen Büchern von D. Harald Alke wieder, insbesondere auch in seinem Buch „Die Ethik des neuen Menschen“.


Das Buch beschreibt in erster Linie den Werdegang von GRAMEEN - einer Bank die den Armen der Welt gehört und an jene Kredite verleiht, die von kommerziellen Banken niemals einen Geldbetrag erhalten würden, da es sich in der Regel um ungebildete Analphabeten handelt, die keine Sicherheiten in Form von Eigentum nachweisen können und damit zu Verstoßenen der Gesellschaft gemacht werden.

Yunus greift in seinem Buch ganz gezielt die Überzeugungen der „modernen“ (neoliberalen (vgl. Biebricher 2012)) Gesellschaft an und kritisiert die Überbürokratisierung im Bankwesen, die durchaus präsente Machtgier von Politikern, die starke Anfälligkeit für Korruption zeigen und sich in vielen Fällen nur bedingt für das Wohl der Gesellschaft einsetzten.

So hat GRAMEEN wiederholt mit starken Widerständen von Politikern und Beamten zu kämpfen gehabt und sich mit den alten Vorstellungen gewinnorientierter Banker auseinander setzen müssen, die durch ihre Ausbildung nur das Konzept eines Industriestaates begreifen, in erster Linie die Gesetze der Besitzenden.

Einem weiteren Widerstand, dem GRAMEEN sich stellen musste, waren traditionelle Familienbilder, die in großen Teilen der Erde noch immer vorherrschen. So haben religiöse Führer zu feindlichen Protesten gegen GRAMEEN aufgerufen, Gerüchte in die Welt gesetzt, dass es sich um eine von der CIA etablierte Einrichtung zur Ausbeutung der heimischen Bevölkerung handele und dass sie Zwietracht in das von Männern dominierte Familienbild bringen würde, was mit dem Koran unvereinbar sei (Yunus ist selbst Muslim).

Somit gab es Widerstände aus allen Richtungen, ein Projekt, das allem widerspricht, das die Mächtigen und Besitzenden in ihrer vorteilhaften Stellung angreift. Gerade die Mächtigsten, diejenigen, die dadurch am meisten an Einfluss verloren, leisteten den stärksten Widerstand.

Dabei gab es auch starken Widerstand von einzelnen Beamten, die an Einfluss verloren oder keine Spendenbeträge mehr veruntreuen konnten. Auch die Ökonomen, die auf steigende Löhne blickten und deren industrielles Bewusstsein über den Haufen geworfen wurde, waren mehr als unzufrieden mit der Situation.

Allein das Zugeständnis an die Frau, selbst einen Kredit aufzunehmen, war wie ein Fass Benzin, das ins Feuer geworfen wird, gerade im traditionellen Familienbild der einfachen Menschen.

Regelungen, die den Frauen Rechte verwehrten, waren zur Anfangsphase des späteren GRAMEEN-Projekts schriftlich in den Satzungen der Banken festgehalten und sorgten für eine starke Diskriminierung dieser. Erschreckend, da Frauen vom Leid und der Armut am stärksten betroffen sind, insbesondere da sie sich auch um ihre Kinder und Säuglinge sorgen müssen, welche in Bangladesh zu tausenden an Unterernährung dahin siechen, weil die verhungernde Mutter sie nicht mehr stillen kann. Ein langsamer und qualvoller Tod, dem Yunus oft genug begegnete und der ihn zu seinem Projekt „GRAMEEN“ erst richtig anregte, die Bekämpfung der Armut, insbesondere des Hungers auf der ganzen Welt. So hat es die Bank der Armen nach Jahren des Widerstands, dauernder Kritik und vieler Rückschläge, mittlerweile in die ganze Welt geschafft. Sie ist jetzt in Amerika, Europa, Afrika und anderen Krisengebieten vertreten.

Hauptanliegen ist die Bekämpfung der Armut, welche nach Yunus immer wieder verschieden interpretiert und gemessen werden muss, da man sich immer wieder in verschiedenem Terrain bewegt. So sind nach Yunus erst jene wirklich arm, die völlig mittellos sind und nicht in den Genuss von Sozialhilfen kommen. Die Kultur im jeweiligen Land und der dortigen Regionen spielt eine sehr große Rolle.

Da es unterschiedliche Formen der Armut auf der ganzen Welt gibt, dehnte sich die Privatbank der Armen über die ganze Welt aus und hat verschiedene Subunternehmen zur Förderung der Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung und weiteren Bereichen gebildet, nicht zuletzt den GRAMEEN TRUST, welcher Nacheiferer der Bank in allen Bereichen der Erde unterstützt, wenn die Projekte nur eine Aussicht auf Erfolg bieten. Für herkömmliche Wirtschaftsinteressen reichen Unternehmungen die dauerhafte 10% Gewinnausschüttung erwirtschaften nicht aus und werden meist veräußert oder still gelegt.

Die Realisierung des TRUST war mit ähnlichen Schwierigkeiten verbunden, wie die der Bank selbst, da hier hohe Geldbeträge notwendig waren. Jedoch konnte auch für den TRUST über kleinere Spendenbeträge in großer Anzahl eine Lösung gefunden werden. Mit Beiträgen, der durch GRAMEEN Begünstigten, wurde dem TRUST zu dauerhaftem Leben verholfen.

Was ist nun das Rezept von GRAMEEN, das Geheimnis des Erfolges dieses beispiellosen Projekts und seinem vollkommenen Widerspruch gegen die bisherigen Vorstellungen von funktionierenden Netzwerken und Strukturen von bestehenden Unternehmen und Organisationen?

Es ist die Verantwortung, die jeder Kreditnehmer übernehmen muss, denn ein Kredit wird nicht einfach auf Bitten eines Armen gewährt. Es muss das Verständnis des Prinzips, der Absichten und Arbeitsweisen von GRAMEEN nachgewiesen werden, in der Regel in mündlicher Form, da es sich meist um Analphabeten handelt. Diese Mikrokredite werden nur an Gruppen von fünf bis acht Personen vergeben, die sich innerhalb der Gruppe um das Verständnis des Projektes GRAMEEN bemühen und ihre Rückzahlungen einhalten. Diese Mikrokredite werden erst zwei Mitgliedern einer Gruppe gewährt. Halten diese ihre wöchentlichen Rückzahlungen ein und das über mehrere Wochen hinweg, erhalten weitere Mitglieder der Gruppe einen Mikrokredit. Es werden keine Sicherheiten seitens der Bank verlangt und alle Transaktionen werden mit höchstmöglicher Transparenz, gegenüber allen Beteiligten, durchgeführt. Somit entsteht ein kollektiver Zwang (sozialer Druck) unter den Mitgliedern und jeder weiß über die Handhabung des Betrags des anderen Bescheid. Schwächelt ein Mitglied, so sorgen die anderen dafür, dass es wieder ins Gleichgewicht kommt und somit das Gleichgewicht des Kollektivgefüges. Nur als Gemeinschaft, als ganzes, wird man von GRAMEEN gefördert. Eine Win-Win-Situation, auch wenn es vielen Ökonomen nicht in den Kopf gehen will und dem Hobbe‘schen Weltbild (Hobbes 2010) absolut widerspricht. Somit hat eine Benachteiligung des Nachbarn nur Nachteile der eigenen Freiheiten zur Folge. Der (künstliche) Konkurrenzdruck (der Industriegesellschaften) über das eigene Auskommen wird extrem reduziert, Korruption ist durch die Offenheit der Beziehungen auf ein Minimum gesunken und selbst bei Diebstahl von Beträgen oder Verlusten durch Naturkatastrophen, gewährt die Bank neue Übergangskredite, um den Kreditnehmern wieder auf die Beine zu helfen.

Dabei widerstrebt es GRAMEEN Schulungen oder Fortbildungen zu gewähren, die beispielsweise in Sozialstaaten wie Deutschland sehr beliebt sind. Die Abgabe von Spenden und Geschenken an die Armen sei auf den ersten Blick eine gute Tat, doch werde der Beschenkte damit in Abhängigkeit vom Spender gehalten und würde niemals richtige Eigeninitiative entwickeln, geschweige denn ein Erfolgserlebnis durch eben diese Spende erleben und somit eher in eine Abwärtsspirale geraten (ganz im Sinne einer monetaristisch neoliberalen Politik (vgl. Biebricher 2012)).

Nach Yunus hat jeder Mensch ganz individuelle persönliche Fähigkeiten, die ihn von jedem anderen unterscheiden. Nur der Mensch selbst weiß am besten was er kann. Daher ist es eher missförderlich Analphabeten zuerst auf Schulen zu schicken, die ihnen das Gefühl geben sie seien minderwertig, da sie nicht einmal die einfachsten Regeln einer gebildeten Gesellschaft verstehen. Regeln eines Systems, in dem sie sich bisher schon nicht zurecht gefunden haben, oder sogar offen diskriminiert wurden oder werden.

Wenn sie Schulungen benötigen, sollen sie selbst dafür sorgen, GRAMEEN bietet den Mikrokredit dafür. Die Selbstverantwortung des Kreditnehmers ist viel wichtiger als bessere Bildung. Kann ein Mensch selbst diese Hürden überwinden, stärkt es sein inneres Gleichgewicht, er wird selbstbewusster, er beginnt wieder nach vorne zu schauen und an seiner Zukunft und der seiner Nachkommen zu arbeiten.

Und selbst wenn ein Kredit einmal nicht zurück gezahlt werden kann, was nur in rund 2% der Kredite der Fall ist, werden trotzdem keine dritten eingeschaltet, wie Polizei oder Anwälte. Damit wird alles eher in einem freundschafts- bzw. familienähnlichem Verhältnis abgewickelt. Nicht in einer bürokratischen Verstrickung, die nur zu mehr Misstrauen und Entfremdung vom eigentlichen Ziel führt. Es ist das Ziel GRAMEEN‘s die Menschen zu mehr Vertrauen und gegenseitiger Hilfe anzuregen und bewusst die Selbstständigkeit eines jeden zu fördern. Und wird das Vertrauen von GRAMEEN doch einmal vorsätzlich missbraucht, erhält man einfach keine Mikrokredite mehr von GRAMEEN.

Damit steht bei GRAMEEN der Mensch und sein soziales Leben im Vordergrund, nicht wie bei einer herkömmlichen Bank oder Sozialversicherung die Kontonummer oder Sozialversicherungsnummer. Papiere zählen in industriellen Staaten mehr als die Gesichter oder das Wohlbefinden der Menschen, obwohl auch eine gesunde Wirtschaft erst dann richtig aufblüht, wenn die Menschen sich mit ihr identifizieren können.

Damit liefert das Buch einen sehr guten Eindruck der Leistungen von Yunus und seinen Mitarbeitern und vermittelt die Prinzipien seines innovativen und dennoch einfachen Konzepts, fernab von Machterwerb und dem hobbe‘schen „Homo homini lupus“, des überlebens um jeden Preis und egal auf wessen Kosten. Ein Beispiel für eine funktionierende Sozialstruktur ohne den allumfassenden Leviathan bei Hobbes, die dennoch funktioniert und erfolgreich ist, ohne den dominierenden Souverän (den König/Herrscher/Manager).

Somit bricht Yunus im Sinne der Konzeption von DiMaggio/Powell (1983 in Hasse/Krücken 2005: 22ff) insitutionelle Zwänge, bürokratische Vorschriften, religiöse Prägungen, veraltete Kulturvorstellungen und gibt nach außen dennoch solche Strukturen vor, um die Organisation GRAMEEN vor den Herrschenden legitimieren zu können. Dennoch verletzt er ihre institutionellen Regeln und Gewohnheiten in seinem eigenen Geschäftsbetrieb bei GRAMEEN und verschont seine Kreditnehmer so gut es geht vor diesen Zwängen, um ihnen eine Möglichkeit der kreativen Entfalltung und die Möglichkeit der Unabhängig zu gewähren. Durch das Zugeständnis von Vertrauen an seine Kreditnehmer bricht er den herkömmlichen Druck durch Behörden und ihre Vertreter der herkömmlich und standardisiert Ausgebildeten und ihrer meist vorbestimmten Lebensläufe. Auf der anderen Seite bricht er diesen Druck durch die Ausbildung der eigenen Angestellten im eigenen Projekt, die mit den Zuständen vor Ort vertraut sind und keine Ausbildung im Sinne von Business Schools (vgl. Marceau 2009) absolviert haben und in besonderem Maße eben diese institutionellen Strukturen wiederspiegeln:

„Doch wer sich nichts und niemandem mehr verantwortlich fühlt, der denkt und fühlt in Bahnen von ‘Nach mir die Sinflut!‘ und es wird ihm schnell egal sein, ob seine politischen Entscheidungen die Menschheit betrügen und seinen eigenen Kindern den Lebensraum vergiften, ob seine Management -Entscheidungen die eigene Firma um kurzsichtiger Profite willen langfristig ruinieren usw.“ (Alke 2004: 10)

Somit kann man GRAMEEN absolut als ein Vorbildprojekt sehen, welches Möglichkeiten alternativer Handlungsweisen aufzeigt, da sich die Bank der Armen doch das Konzept der Netzwerkbildung von Verbindungshäusern sowie Business Schools zu eigen macht und sich den Bedürfnissen der Armen anpasst und ein längst verbreitetes Konzept auch an diese Schichten weitergibt, nur eben ohne ihre in den etablierten Bereichen vorhandenen Zwänge durch standardisierte Ausbildungen und Einweihungsritale. So fördert sie die persönlichen Fähigkeit seiner Klienten im Nähen, Backen oder Kochen, Tätigkeiten die von unmittelbarem Nutzen für das Wohlbefinden ihrer Mitglieder sind, während sie ihnen die oft vorhandene Verunsicherung durch den standardisierten Bildungsapparat ersparrt:

„[…], nur für die Gruppe der Freidenker, die bereit sind, neue Wege zu beschreiten. Und diese freien Geister finden sich heute auf allen Ebenen und in allen Gesellschaftsgruppen. Es sind noch nicht sehr viele, aber es werden imme mehr! Wenn wir diese Gedanken anwenden, dann werden wir etwas in Bewegung setzen. […] Ein chinesisches Sprichwort sagt: ’Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einen Tag lang satt. Lehre ihn fischen, und er wird nie mehr hungern’. Mein Buch ist Unterricht im Fischen. Machen muß es jeder allein.“ (Alke 2000: 124)

Gleichzeitig liefert GRAMEEN TRUST den Bauplan seines Modells (vgl. Hasse/Krücken 2005: 26), zusätzlich mit finanzieller Unterstützung, und baut somit gerade auf dem auf was nach herkömmlichen Maßstäben längst verloren gelaubt ist und bildet ein eigenständiges Netz an Organisationen, die zugegebenermaßen auch wieder auf bestimmte Gebiete professionalisiert sind, sich also durchaus der Mechanismen der Herrschenden bedienen, um ihre Erfolgsstrategien für ihr eigenes Wohlbefinden einzusetzen.

Damit bietet Yunus ein hervorragendes Konzept für innovative Einrichtungen und liefert einen Beweis dafür, dass es auch anders geht. Speziell seine Kritik am Sozialhilfesystem, wie es in Deutschland oder Frankreich besteht, sollte einen Denkanstoß an alle Sozialstaaten bieten. Auf der einen Seite sind die Sozialhilfen aufgrund hoher Kosten durch Arznei und gesundheitliche Betreuung notwendig (wenn auch nicht immer gerechtfertigt (vgl. Biebricher 2012: 70-86; Alke 2015: 5)), sorgen jedoch durch die umfassende Versorgung für eine zunehmende Abhängigkeit vom System bzw. seiner Ausnutzung.

Diese Ausnutzung hat in Bangladesh ein Extrem erreicht indem Kinder verstümmelt werden um an die Moral, vor allem die Brieftasche von Touristen zu appellieren, welche diese Extreme in ihrer eigenen Gesellschaft nicht kennen.

Genauso sollte es ein Signal für die Business Schools (Marceau 2009) sein, die genau jenes Verhalten reproduzieren und an veralteten Mustern festhalten (Biebricher 2012: 70-86), welche zu diesen Extremen in der Gesellschaft beitragen (bspw. ohne Sicherheiten kein Kredit) und genau wegen ihrer anhaltenden Fixierung auf Quartalszahlen, langfristige, ertragreiche Projekte eher erschweren als diese zu fördern, da der schnelle Profit verlockender ist als der langfristige Erfolg oder gar die Unabhängigkeit des Anderen, einfach weil man es in der Schule und an Universitäten so gelernt hat (eine Anspielung auf Hobbes (2010) Leviathan und das Natur-/Menschenbild bei T.H. Huxley (1989 in de Waal 2008: 27)):

„Aus unseren Erfahrungen der vergangenen 10 Jahre können wir sagen, daß die Industrie neue Ideen nur annimmt, wenn sie fast schon wieder veraltet sind, oder aber wenn man die Bosse dazu zwingt. Der Abstand zwischen den Bürokraten an der Spitze und den Ideenschöpfern auf der Straße ist so groß, daß kaum eine Verbindung möglich ist. Entwicklungsprozesse verlaufen fast ausschließlich linear. Sie bauen auf dem Wissen der betreffenden Firmen auf und werden beständig weiterentwickelt, selbst wenn sie international kaum noch konkurrenzfähig sind. Wirklich neue, von außen kommende Ideen, werden nicht anerkannt.“ (Alke 2000: 20)

Streckenweise ist das Buch von Yunus jedoch etwas zäh zu lesen, durch sehr ausführliche Dialoge, die dem Verständnis dienen, inhaltlich jedoch eher zweitrangig sind. Damit verleitet es zu schnellem diagonalen lesen. Es könnte ohne weiteres im Umfang reduziert werden, wobei jedoch der Nachdruck um die Bedeutung von GRAMEEN und seiner Geburt verloren gehen könnte, da man mit schweren gesellschaftlichen Missständen konfrontiert wird, die man teils erst einmal verdauen muss.

Dennoch gibt es vereinzelte Personen, auch aus den Führungsebenen der Weltbank und anderen Organisationen, die GRAMEEN unterstützen, und selbst Yunus gibt zu verstehen, dass kurze Perioden der Armut, durch Unglücke oder Naturkatastrophen, immer ein Begleiter der Gesellschaft sein werden.

Ein bemerkenswertes Projekt und durchaus empfehlenswertes Buch!

Quellenverzeichnis

Alke, D. Harald, 2000 (3. Aufl.): Energie für Millionen. Ungeahnte Reserven nutzen. Flörsheim-Dalsheim: Kyborg Institut [&] Verlag.

Alke, D. Harald, 2004 (3, Aufl.): Die Ethik des Neuen Menschen. Ethik, Moral, Glaube und Verantwortung. Flörsheim-Dalsheim: Kyborg Institut [&] Verlag.

Alke, Tobias O. R., 2015: Resilienz und Kompetenzentwicklung im höheren Lebensalter. Der Nutzen von Atmung und Konzentration im höheren Lebensalter. In: Kyborg Publishing [URL: http://pub.kyborg-institut.com/de/kyborg-publishing/archiv/verzeichnis/id-2015/resilienz-und-kompetenzentwicklung.html - URN: urn:nbn:de:101:1-201512311927].

Biebricher, Thomas, 2012: Neoliberalismus zur Einführung. Hamburg: Junius Verlag GmbH.

de Waal, Frans, 2011 (2006): Primaten und Philosophen. Wie die Evolution die Moral hervorbrachte. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH [&] Co. KG (Im engl. Orig.: Primates and Philosophers. How Morality Evolved. Princeton: Princeton University Press).

DiMaggio, Paul. und Walter W. Powell, 1983: The Iron Cage Revisited: Institutional Isomorphism and Collective Rationality in Organizational Fields. In: American Sociological Review, 48: 147-160. In: Hasse, Raimund und Georg Krücken, 2005 (1999): Neo-Institutionalismus. Mit einem Vorwort von John Meyer.Bielefeld: transcript Verlag: 22.

Hasse, Raimund und Georg Krücken, 2005 (1999): Neo-Institutionalismus. Mit einem Vorwort von John Meyer.Bielefeld: transcript Verlag.

Hobbes, Thomas, 2010 (1651): Leviathan. Stuttgart: Philipp Reclam jun. GmbH [&] Co. KG.

Huxley, T.H., 1989 (1894): Evolution and Ethics. Princeton: Princeton University Press. In: de Waal, Frans, 2011 (2006): Primaten und Philosophen. Wie die Evolution die Moral hervorbrachte. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH [&] Co. KG (Im engl. Orig.: Primates and Philosophers. How Morality Evolved. Princeton: Princeton University Press): 27.

Marceau, Jane, 2009 (1989): A family business? The making of an international business élite. Cambridge: Cambridge University Press.

Yunus, Muhammad und Alan Jolis, 1998 (1997): GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der Welt. Bergisch Gladbach: Gustav Lübbe Verlag GmbH. (Im franz. Orig.: Vers un monde sans pauvreté. L’autobiographie du »banquier des pauvres«. Paris: Éditions Jean-Claude Lattès).

Bei diesem Werk handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte Arbeit des folgenden Werkes:

Alke, Tobias O. R., 2011 (2010): Eine Rezension zu Muhammad Yunus „GRAMEEN. Eine Bank für die Armen“. In: Grin Verlag (ursprünglich: Rezension: GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der Welt - Muhammad Yunus / Alan Jolis. Seminararbeit: Heidelberg: Max-Weber-Institut für Soziologie).

Häufige Fragen

Was macht die GRAMEEN Bank anders als eine gewöhnliche Bank?

Sie vergibt Kredite an Menschen ohne Eigentum und ohne Sicherheiten – meist an solche, die kommerzielle Banken abweisen. Nicht das Vermögen entscheidet, sondern die Bereitschaft, etwas aufzubauen.

Warum kritisiert Yunus Spenden ohne Bedingungen?

Weil sie nach seiner Beobachtung Abhängigkeit erzeugen: Bricht die Versorgung ab, fallen die Verhältnisse in ihr altes Muster zurück. Ein Kredit dagegen setzt Eigeninitiative voraus und stärkt das Selbstbild.

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