Kyborg Institut & Verlag
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Kyborg Newsletter – Nr. 23 – Sonderausgabe

Betrachtungen zu Feng Shui und China
von D. Harald Alke

Feng Shui – Vor- und Nachteile einer traditionellen Methode
In den vergangenen 35 Jahren, seit etwa 1985, tauchten zunehmend häufiger Bücher über Feng Shui in deutschen Buchhandlungen auf. Diese Bücher sind sehr unterschiedlich in ihrer Aufmachung und dem Inhalt, der vermittelt wird. Feng Shui (Wind und Wasser) ist der chinesische Begriff für eine uralte Methode zur Gestaltung der eigenen Umgebung, mit dem Ziel, eine positive Energie zu bekommen und schlechte Energie abzuwenden. Das soll sich positiv auswirken auf die Lebensqualität und den persönlichen Erfolg einer Familie oder einer Firma. FENG SHUI wird auch eingesetzt zur Landschaftsgestaltung. Wind und Wasser fließen durch die Landschaft und folgen ihren eigenen Gesetzen. Das Wasser fließt immer nur bergab, und doch erscheint es nach einiger Zeit wieder auf dem höchsten Gipfel, dank dem Regen. Unterwegs füllt es erst einmal jede Senke auf und schafft so Teiche und Seen, bevor es weiter fließt. Es ist ein ewiger Kreislauf. Genauso ist es mit unserer Energie. Wenn wir diese Gesetzmäßigkeiten beachten, lernen wir mit den natürlichen Ressourcen umzugehen, denn diese Kräfte wirken auf allen Ebenen. Da gibt es globale Strömungen, die große Mengen Wind und Wasser und damit auch Temperaturverhältnisse (Wärme und Kälte) zwischen Kontinenten und Regionen transportieren und verteilen. Regional und lokal beeinflussen also Wind und Wasser alle Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere. Mit diesen Strömungen fließt auch das Prana und sammelt sich an besonderen Plätzen in erhöhtem Maße. Prana kommt zwar mit dem Licht von der Sonne, aber es liebt besondere Situationen. Es kann einen Ort auswählen und aufladen, oder es „verdünnisiert sich“ und entzieht einem Ort Energie. Im Feng Shui bezeichnen wir Prana als Chi. Konsequent nach dem Universalen Gesetz „wie im Großen so im Kleinen“ finden sich die Strömungen von Feng und Shui natürlich auch in unserer näheren Umgebung wieder, in unserem Ort, unserem Grundstück, unserem Haus und in jedem einzelnen Zimmer. Ein Feng Shui Meister versteht es, diese lokalen Strömungen zu erkennen und durch kreative Maßnahmen positiv zu verändern. Auf diese Weise beseitigt er Störungen und läßt die Energie frei im Haus fließen. Oft hat ein winziger Eingriff in die lokale Ordnung gewaltige Folgen. Die Energie beginnt richtig zu fließen. Wir bekommen einen Wohlfühl-Effekt. Unsere Energie und unsere Leistungsfähigkeit steigen. Mit den Energiepyramiden verfolgen wir genau die gleichen Ziele, nur mit einer anderen, neuen Methode. Da wir uns mit den Energiepyramiden an Menschen wenden, die beabsichtigen, ihren Wohn- und Lebensraum positiver zu gestalten, müssen wir uns auch mit dem Gedankengut des FENG SHUI auseinandersetzen. Inzwischen hat sich eine solche Fülle an Informationen angesammelt, daß es sich lohnt, ein eigenes Kapitel über die Kunst, den Nutzen und die Risiken von FENG SHUI zu verfassen. Auf meiner Homepage finden Sie eine Tafel mit den gängigsten Angaben des FENG SHUI. Es gibt gewisse Grundlagen, die von den meisten FENG SHUI-Meistern akzeptiert werden, aber in vielen Punkten sind sich diese Meister untereinander überhaupt nicht einig. Im Gegenteil! FENG SHUI geht zurück auf die Lehren des Vastu Shastra aus Indien, die von dem Mönch Bodhidharma ca. 800 v. C. nach China gebracht wurden. Nähere Ausführungen folgen weiter unten. Natürlich haben auch alle anderen Völker ähnliche Methoden entwickelt. Hier in Europa haben wir das Problem, daß die alten germanischen und keltischen Methoden im Zuge der Christianisierung vernichtet wurden. Parallel dazu entwickelten die christlichen Baumeister ihr eigenes System für den Hausbau, die Schaffung von Kathedralen und die Gestaltung groß angelegter Gärten. Man denke dabei an Versailles von Ludwig XIV. oder an Sanssouci von Friedrich dem Großen. Alle diese Bausysteme wurden in den verschiedenen Kulturen von den jeweiligen Baumeistern mit dem gerade herrschenden religiösen System in Verbindung gebracht. Bedeutende Bauten wurden zu allen Zeiten den jeweiligen Göttern geweiht. Sie wurden errichtet nach astrologischen Plänen, religiösen Ritualen, unter Anrufung der jeweiligen Götter, begleitet mit Opferzeremonien. Die früheren Baumeister verstanden etwas von diesen Dingen. Sie waren Priester, Rutengänger, Astrologen, Mathematiker, Künstler und Steinmetze, alles in Einem. Auch die Mitglieder der alten deutschen Handwerkerinnungen waren sich dieser Zusammenhänge bewußt. Erst in den letzten 100 Jahren sind die esoterischen und spirituellen Aspekte beim Hausbau oder bei der Landschaftsgestaltung immer mehr aus der Mode gekommen. Die Ursache finden wir einerseits im zunehmend materialistischen Denken der Menschen, und zum anderen hat sich die Überbevölkerung in den westeuropäischen Ländern immer mehr gesteigert, so daß die meisten Menschen heute froh sind, sich überhaupt ein Grundstück oder ein Haus leisten zu können. Unter diesen Bedingungen tritt der Wunsch nach einem optimal gelegenen Grundstück schnell in den Hintergrund. Die meisten Menschen denken erst wieder über ihre Wohnsituation nach, wenn im Laufe der Jahre das Unbehagen zunimmt oder Krankheiten auftreten, dann beginnt man nach den Ursachen zu suchen, kauft sich vielleicht ein Buch über FENG SHUI oder konsultiert einen Rutengänger. Meine folgenden Beiträge sollen eine kritische Reflexion hervorrufen. Ich begrüße ausdrücklich die Grundlagen des FENG SHUI. Sie können unser Leben verbessern. Allerdings sind mir in den vergangenen Jahren zahlreiche Mängel aufgefallen, die mich zu diesen kritischen Berichten veranlaßt haben. Wer seriös seine Kunden mit Feng Shui berät, wird mich verstehen. Das geht aber nur, wenn wir nach dem Studium der Grundlagen eine gesunde Distanz zum klassischen Feng Shui bekommen. Wir brauchen ein Feng Shui Wissen, das unsere westlichen Bedürfnisse und Interessen erkennt, respektiert und fördert. Zum Glück gibt es schon eine ganze Reihe deutscher Feng Shui Spezialisten, die sich abgenabelt haben!

Ist chinesisches Feng Shui für uns direkt anwendbar und von praktischem Nutzen? Kann es uns helfen, unseren Alltag erfolgreicher zu gestalten?
Wenn wir uns mit FENG SHUI beschäftigen, müssen wir erst einmal begreifen, daß alle dort gemachten Angaben aus einer 3000 Jahre alten chinesischen Kultur und Tradition stammen. Wenn Sie von dieser Kultur und Tradition einen persönlichen Eindruck bekommen wollen, schauen Sie sich am besten Filme und Foto-Bände über China an. Sie müssen erst einmal einen Eindruck bekommen von der Bauweise, den Häusern, den Slums, den Palästen, der Landschaft und den Menschen, wie sie sich kleiden, wie sie sich benehmen, was da für ein Gefühl zu uns herüber kommt! Für diesen Zweck sollten Sie sich auch einmal die gewöhnlichen Kung Fu Filme ansehen, die noch im alten China spielen, denn in den Auseinandersetzungen dieser Filme kommt die Auffassung von Moral und Ehre der Chinesen deutlich zum Ausdruck. Während wir es im Westen gewohnt sind, daß in unseren Action-Filmen die Helden immer noch eine gewisse Fairness an den Tag legen, was sie von den Verbrechern unterscheidet, ist es in den chinesischen Filmen völlig normal, daß mehrere Kämpfer über einen Gegner herfallen, um ihn zu liquidieren. Das Ziel ist ausschließlich zu gewinnen um jeden Preis, und der Zweck heiligt die Mittel. Diesen Aspekt sollten Sie im Gedächtnis behalten, wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, einen chinesischen FENG SHUI Meister mit der Planung Ihrer Firma oder Wohnung zu beauftragen. Auch dieser Meister will gewinnen um jeden Preis und nach seiner Methode. Das ist also völlig normal. Wenn wir aus unterschiedlichen Quellen neue Eindrücke bekommen haben, müssen wir überlegen, ob wir eine ähnliche Lebensweise anstreben. Möchten Sie so leben und handeln wie die Chinesen in den Filmen? Oder möchten Sie Ihr Haus so ähnlich gestalten? Wenn wir in Betracht ziehen, daß wir alle unzählige Male auf dieser Erde inkarniert waren, dann haben wir sicher auch schon einmal in China gelebt, und natürlich tragen einige von uns noch verborgene Erinnerungen an diese fremde Kultur in sich. So werden manche Menschen sich stark dort hingezogen fühlen. Die meisten Europäer werden China und seine Kultur aber eher als faszinierendes Urlaubsziel ins Auge fassen und nicht, um dort zu leben oder um hier ein deutsches Haus in dieser Weise umzugestalten. Bevor wir daran gehen, unseren eigenen Wohnraum nach den Regeln des traditionellen FENG SHUI umzugestalten, sollten wir uns also eine gute Vorstellung davon machen, wie wir wirklich leben möchten! Vermutlich nicht chinesisch, sondern eher westlich, aber besser als bisher! Wenn wir mit etwas Geduld und vor allem mit viel Feingefühl an die Sache heran gehen, dann können wir aus den FENG SHUI Büchern einiges lernen, ohne daß uns gleich eine exotische Glocke übergestülpt wird, in der wir uns später auch nicht besser fühlen als vor den ganzen Umstellungen und Investitionen.

Praktisches Beispiel:
Es gibt eine ganze Reihe kleiner Wahrheiten und Weisheiten aus dem FENG SHUI, die allgemein anwendbar sind. Z.B. ist es nicht angenehm, wenn man auf einem Stuhl oder Sofa sitzt und nach vorn genau auf die Kante einer vorspringenden Wand schauen muß, z.B. auf die Kante eines Schornsteins. Dann sollte man aber am einfachsten die Möbel anders hinstellen und nicht gleich diesen Schornstein durch eine Rigipswand verschwinden lassen und dabei Wohnraum einbüßen. Natürlich wäre es möglich, durch eine Rigipsplatte den Schornstein verschwinden zu lassen und dabei rechts und links von diesem Schornstein Regale in die Wandverkleidung einzuziehen. Aber man kann auch wesentlich einfacher auf die Verkleidung verzichten und ein passendes Regal mit dreieckigem Querschnitt zu beiden Seiten des Schornsteins aufstellen, so daß diese vorspringende Kante entschärft wird. Dieses Beispiel zeigt, daß manche FENG SHUI Anweisungen ihren Sinn machen, daß man aber mit eigenem Gefühl und Sachverstand die einfachen Anweisungen umsetzen muß, um mit möglichst geringem Aufwand zu einem angenehmen Ergebnis zu kommen.

Lassen Sie mich ein weiteres Beispiel bringen:
FENG SHUI verlangt, daß Toiletten und Waschräume nicht direkt sichtbar sind, wenn Gäste kommen. Das hat natürlich einen Sinn für das traditionelle China, wo es sich um Plumpsklos handelte und die Duschen nur eine Spalierwand darstellten, die von den Knien bis zu den Schultern reichte. Da unsere modernen Badezimmer ganz anders konzipiert sind und die wünschenswerte Abgeschlossenheit garantieren, ist es völlig egal, ob dieser Dusch- und WC-Raum am Anfang oder Ende eines Flures liegt. Man geht daran vorbei, ohne es weiter zu beachten. Natürlich sollte die Tür eines Bades geschlossen sein. Die Gäste sollten beim Eintritt in eine Wohnung nicht direkt mit einem Blick auf ein WC konfrontiert werden. Damit hat FENG SHUI nun wieder Recht. Hierher paßt auch die französische Angewohnheit Badezimmer oder Duschen fast immer ohne Toilette zu installieren, und die WCs kommen stets in einen extra Raum. Das halte ich allerdings auch nicht für optimal, dann schon eher beides, Bad mit WC + eine separate Gäste-Toilette.

Als 3. Beispiel möchte ich die Küche anführen.
Nach FENG SHUI darf die Küche nicht neben dem WC und Waschraum liegen. Die Erklärung steht oben. Der Geruch von einem Plumpsklo sollte gewiß nicht durch die Küche ziehen! Aber für unsere Küchen und Bäder mit geschlossenen Wänden und sanitären Anlagen spielt diese Anweisung gar keine Rolle. Es ist praktisch, wenn sich die Räume mit Wasseranschluß nebeneinander befinden und natürlich getrennte Fenster und Türen haben.

4. Beispiel:
Wenn man Gäste einlädt, mit denen man einen geselligen Abend oder vielleicht sogar eine geschäftliche Angelegenheit besprechen will, dann sollte nicht die ganze Wohnung stark nach der Küche und dem späteren Essen riechen. Empfangen wir die Gäste mit einem starken Essengeruch, sind die Gäste automatisch auf der Nahrungs-Ebene, also mit ihren Instinkten beschäftigt und nicht sonderlich ansprechbar auf ein Geschäft. Ein Geschäft abschließen bedeutet ja, auf die Jagd zu gehen und Erfolg zu haben. Danach, wenn man die Beute heimgebracht hat, kann man sie essen. Riecht man zuerst die bereits gebratene Beute, ist die Lust auf ein Geschäft, also auf die Jagd, wesentlich geringer. Offene Wohnlandschaften in modernen, großzügig gestalteten Häusern westlicher Bauart sind also nicht sehr dienlich, entweder man hört den starken Abzug des Küchenbereiches, oder man riecht das Essen… vor allem, wenn mal etwas anbrennt. An diesen Beispielen können Sie erkennen, daß FENG SHUI sehr wohl einfache Inhalte wiedergibt, die in unserem Leben eine Rolle spielen, doch wir sollten diese Faktoren nicht überbewerten, sondern lieber nach unseren westlichen Gepflogenheiten umsetzen und unsere eigenen Schlußfolgerungen daraus ziehen.

Die Farbenlehre des Feng Shui
Ein schwieriges Kapitel für westliche Menschen ist die chinesische Farbenlehre. Ich habe diese Farben und ihre Zuordnung zu den verschiedenen Himmelsrichtungen in meine Grafik eingetragen. Dabei werden den Farben gleichzeitig bestimmte menschliche Fähigkeiten, Lebensbereiche und Organe zugeordnet. In meinem Diagramm stehen die traditionellen Farben in den rechteckigen Feldern, zusammen mit den beigeordneten Begriffen und Farben.


Nehmen wir einmal ein Beispiel: Wenn man nach dem FENG SHUI Ruhm und Ansehen fördern möchte, dann sollte man einen Empfangsraum oder das Wohnzimmer in einem Haus nach Süden anlegen und überwiegend in kräftigen roten Farben gestalten. Das wäre gut für die Augen und würde die Kraft des Feuers zur Wirkung kommen lassen. Ich denke, ein Europäer braucht nicht viel Phantasie, um zu erkennen, daß diese Anweisungen sehr wenig mit unserem kulturellen Empfinden zu tun haben und darum auch keineswegs förderlich wären. Möchten Sie in einem kräftig rot gefärbten Wohnzimmer sitzen oder Ihre Geschäftsgäste in einem roten Empfangsraum willkommen heißen? Das läuft doch wohl den westlichen Bedürfnissen diametral entgegen! Je nach der Geisteshaltung des Einzelnen und je nach seinem Beruf oder seiner Firma wird man eine Auswahl treffen. Es sei dahingestellt, ob Sie einen modernen Wohnstil bevorzugen und die Empfangsräume vielleicht in hellem Leder und Birkenholzmöbeln einrichten, oder ob Sie einen konservativen Wohnstil bevorzugen mit schweren Eichenholzmöbeln. Beides wird in Europa als passend empfunden. Eine Computerfirma wird vielleicht alles in dezentem grau gestalten, weil die Kunden intellektuelle Denker sind, die nicht durch kräftige Farben abgelenkt werden möchten. Ein bayrischer Bauer wird vermutlich Eichenmöbel gediegen und positiv empfinden, und seine modern eingestellte Tochter arbeitet in einer Münchner Galerie. In ihrer Wohnung ist Pop-Art angesagt. Ganz gleich wie man sich entscheidet, wir können jeden Einrichtungsstil mit einigen schönen Grünpflanzen und einem Aquarium oder einem Zimmerbrunnen aufwerten. Pflanzen und Fische signalisieren Leben und Vitalität und zugleich gute Fang-Ergebnisse. Von der Psychoanalyse wissen wir, daß die Menschen in allen Ländern Fische auch mit Reichtum gleichsetzen, also im traditionellen Sinn mit leichter Beute. In diesem Punkt decken sich die Aussagen des FENG SHUI ausnahmsweise genau mit der westlichen Forschung und Kultur. Die Verbindung zwischen Fischen, Feng Shui und Reichtum geht noch viel tiefer. Als ich mich einige Zeit intensiv mit Feng Shui und Tai Chi beschäftigt habe, wurde aus den Übungen heraus deutlich, daß die Quelle dieses speziellen Wissens auf Menschen im alten China zurück geht, die als Fischer an großen Flüssen gelebt haben. Sie nutzten Tai Chi, um in schwankenden Booten sicher stehen zu können, um erfolgreich ihre Netze auswerfen zu können und um die gefüllten Netze einholen zu können. Sie mußten Feng Shui und Tai Chi beherrschen, um aus der Erfahrung, aus den Strömungen heraus zu lesen, wo sich die Fische sammeln, zu welcher Zeit, bei welchem Tageslicht, und sie mußten in schwankenden Booten stets das Gleichgewicht bewahren, vor allem beim Einholen der vollen Netze.
Das wahre Geheimnis um diese Kräfte wurde stets nur im jeweiligen Familienclan weitervererbt und niemals fremden Menschen wie uns offenbart. Und das gilt bis heute. Wir werden von asiatischen Meistern stets nur ein begrenztes und lückenhaftes Teilwissen vermittelt bekommen. Die verschiedenen Einrichtungsstile sind völlig okay. Es wäre unpassend für unser Wohnbefinden, wenn wir die persönliche Wahl der Inneneinrichtung auf Grund der alten chinesischen Farbenlehre umkrempeln würden. Ich möchte keiner Familie mit einem Wohn- und Geschäftshaus und einem Ladengeschäft empfehlen, das Geschäft nach Südost auszurichten und in rot, lila und blau zu gestalten, gleichzeitig das Kinderzimmer in weiß, das Elternschlafzimmer in kräftigem rosa oder orange und das Büro des Hausherren in schwarz. Die Küche und das Eßzimmer kommen dann auf die Ostseite und werden grün gestrichen. Sie dienen der Gesundheit und dort trifft sich die Familie. Alles das sind wenig hilfreiche Anweisungen. Je mehr wir in die Einzelheiten des FENG SHUI eintauchen, desto schwieriger wird es, noch den praktischen Vorteil für unsere Lebensweise zu erkennen. Sie merken selbst, daß diese Anweisungen wenig Sinn machen. Unser Bauchgefühl bewertet die Farben anders. Wenn wir einen praktischen Nutzen aus dem FENG SHUI ziehen wollen, müssen wir also alle Anweisungen, die wir in den Büchern oder bei den heutigen Meistern finden, einer kritischen Prüfung unterziehen. Manches davon ist brauchbar, vieles leider nicht. Inzwischen gibt es eine ganze FENG SHUI Industrie, die im großen Stil viele dekorative, oft nutzlose Artikel produziert, mit denen wir angeblich die fehlgeleitete Energie in unserem Haus korrigieren können. Die neue FENG SHUI Industrie ist für asiatische Firmen ein gut gehender Exportbereich, kostet unser gutes Geld und bringt nur in seltenen Fällen wirklich positive Veränderungen mit sich. Natürlich können wir eine Menge tun, um unser Grundstück, Haus, die Wohnung und jedes einzelne Zimmer positiver zu gestalten! Doch die persönlichen Bedürfnisse können nur dann im Interesse des einzelnen Menschen geregelt werden, wenn dieser Mensch auch selbst das richtige Gefühl für seine Umgebung entwickelt! Am einfachsten ist es wirklich, wenn Sie auf diese ganzen komplizierten Anweisungen verzichten und einfach eine Energiepyramide in ihrem Haus aufstellen, dort, wo sie Ihnen am besten gefällt! Schon bald werden Sie im ganzen Haus ein Gefühl der Harmonie wahrnehmen, so daß viele komplizierte Maßnahmen überflüssig sind, nachdem so eine Energiepyramide aufgestellt wurde. Schon bald nachdem Sie eine Energiepyramide aufgestellt haben, werden Sie selbst ein neues, feineres Empfinden dafür bekommen, welche Teile Ihres Hauses schon gut eingerichtet sind und eine gute Ausstrahlung haben und in welchen anderen Räumen eine Veränderung sinnvoll wäre. Wer dann noch etwas Pranayama (Atem- und Konzentrationsübungen) bei seiner Energiepyramide praktiziert, wird immer deutlicher die Energie der Pyramide fühlen. Ihr Gefühl für Harmonie wird immer präziser, und schon bald können Sie jedem Gegenstand in Ihrem Haus ansehen, ob er auf dem richtigen Platz steht, verändert oder vielleicht entsorgt werden sollte. Auf diese Weise kommt die Kraft für die Veränderung aus Ihnen selbst! So brauchen Sie keinen FENG SHUI Berater mehr, sondern Sie gestalten Ihren Wohnraum, angeregt durch die Kraft der Energiepyramiden, aus dem eigenen Feingefühl heraus neu. Wir können dieses Feingefühl fürs Ambiente, für Gestaltung und Farben, für einen bestimmten Wohnstil selbst entwickeln! Dafür können Sie sich westliche Bücher und Kataloge über Wohnkultur und Einrichtungen besorgen. Die modernen Designer wären ja dumm, wenn sie die großen Trends im Bedürfnis und in den Gefühlen der Menschen nicht beachten würden! Genau das ist wieder ein entscheidender Punkt: Die chinesische Kultur stagnierte unter einer straffen Führung rund 1000 Jahre lang auf einem fast gleichen Niveau. In so einer fest zementierten Kultur, in der niemand gegen die Regeln verstoßen durfte, war es völlig normal, daß man mit FENG SHUI kulturelle Anweisungen gab, die alles in vorgefertigten Bahnen laufen ließ. FENG SHUI war also eine Anweisung, wie man sich konform verhält und nur durch gewisse Feinheiten und Finessen das eigene Grundstück zwischen den anderen hervorhebt und besser dastehen läßt. Diese kulturelle Stagnation paßt überhaupt nicht zu unserem westlichen Bedürfnis nach häufiger Abwechslung und Veränderung. Das moderne China gibt uns recht: Wer es sich leisten kann, wohnt heute in China im westlichen Stil ohne Rücksicht auf FENG SHUI! Das allein sollte jedem Menschen zu denken geben, der gerade von FENG SHUI fasziniert ist. Wenn die Chinesen selbst nicht mehr darauf achten, dann wird es für Europa und die USA auch nur ein Modetrend sein, etwas Neues, das wir ausprobieren wollen, aber kein Muß, das unser Leben maßgeblich verbessert. Die Frage sollte also nicht lauten: Wie kann ich mit FENG SHUI meiner westlichen Wohnkultur einen chinesischen Touch geben, sondern wohl eher: Wie kann ich meine Wohnung mit FENG SHUI so umgestalten, daß ich mich darin richtig wohl fühle. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Energieniveau. Dem ist seine Wohnung angepaßt. Sobald sich seine persönliche Energie ändert, wächst auch das Interesse, den Wohnraum zu verändern. Um die persönliche Wahrnehmung zu verbessern, ist ein Yogakurs, Pranayama (Atem- und Konzentrations-Übungen) und Energytraining (Kundalini Yoga) wesentlich besser geeignet als ein Stapel Bücher über FENG SHUI oder ein Seminar über die komplizierte Astrologie der Chinesen, über die fliegenden Sterne, Drachen, Schildkröten usw. Uns sind die seit 1000 Jahren gewachsenen Erkenntnisse der westlichen Astrologie, die auf der arabischen beruhen, wesentlich näher als die chinesischen Berechnungen zum gleichen Thema. Die Beschäftigung mit aufwendigen ideologischen Systemen wie den echten Lehren des FENG SHUI aus einer bestimmten Schule und von einem bestimmten Meister führen kaum zu einer Verbesserung der eigenen Intuition. Wer sich diese Lehren aneignen will, muß eine Fülle von einzelnen Symbolen, praktisch die Grundlagen der chinesischen Sprache, verbunden mit einer kaum endenden Liste von Bedingungen, Querverbindungen und Ausnahmen auswendig lernen. Das ist noch viel aufwendiger als die europäische Astrologie und die indische Numerologie zusammen. Natürlich kann man das tun. Wer Freude an so etwas hat, sollte es ruhig tun! Nur bedenken Sie bitte, daß uns jede Art von intellektuellem Studium eher von der eigenen Intuition entfernt und ihr nur selten näher bringt! Je mehr sogenannte Fakten Sie studieren müssen, um die komplizierten FENG SHUI Tafeln zu begreifen und anwenden zu können, desto mehr kommen Sie garantiert von ihrer eigenen Denkweise weg. Zum Schluß glauben Sie das vielleicht auch noch, denn wer einen großen Aufwand treiben muß, um so ein System zu lernen, ist schließlich auch von sich selbst und seiner Studienleistung beeindruckt! Und man will ja schließlich etwas für sein Geld haben! Toll, was man da für einen Aufwand treibt, um zu kapieren wie ein chinesischer FENG SHUI Meister eine große Show ablaufen läßt, um dann zum Schluß eine simple Anweisung zu geben, z.B. eine Spalierwand einzuziehen, damit man nicht mehr von der eigenen Terrasse auf den Komposthaufen des Nachbarn schauen muß oder auf eine nervige Leuchtreklame 50 m weiter an einem Haus. Natürlich ist es richtig, Maßnahmen zu ergreifen, um unangenehme Dinge zu kaschieren, doch das geht wesentlich schneller und effektiver, wenn wir unsere Intuition fördern und einfach auf unser persönliches Bauch-Gefühl achten! Ziel sollte es meines Erachtens sein, daß sich der einzelne Mensch gut und vielseitig informiert, seine sensitiven Wahrnehmungen fördert und trainiert, um so selbst in der Lage zu sein, das eigene Gelände oder die eigene Wohnung nach seinen inneren Bedürfnissen zu gestalten. Und natürlich können wir in vielen FENG SHUI Büchern interessante Anregungen finden. Natürlich ist alles erlaubt, was Ihnen persönlich gefällt! Das Bauchgefühl muß stimmen, dann liegen Sie mit Ihrer Intuition richtig.

Wenn Sie Ihre Wohnung nach chinesischen Mustern gestalten möchten, dürfen Sie das gerne tun. Vielleicht sind Sie ja die Reinkarnation eines Chinesen und bekommen ein Gefühl von Heimat mit so einer Einrichtung. Doch ich vermute, daß die meisten Westeuropäer eher einen anderen Stil bevorzugen. Ich war des Öfteren von chinesischen Gegenständen beeindruckt. Die Chinesen sind hervorragende Handwerker und Künstler, aber wenn ich dann z.B. eine Lampe gekauft hatte und sie aufhängen wollte, war sie ein solcher Fremdkörper in meiner europäisch eingerichteten Wohnung, daß ich sie wieder entfernt habe.

Die Tradition der Feng Shui Meister und die asiatische Vorstellung von Erfolg
Wie schon kurz erwähnt gibt es verschiedene FENG SHUI Systeme, die jeweils aus einer bestimmten Tradition kommen. Diese Tradition geht zurück auf bestimmte Klöster in verschiedenen Regionen Chinas. Ursprünglich waren diese FENG SHUI Kenntnisse eine Art Geheimlehre, die eng mit der jeweiligen Religion in dem betreffenden Land verbunden waren. China ist ja so groß wie Westeuropa und bestand früher genauso wie Europa aus vielen Ländern mit verschiedenen Völkern, Kulturen und Religionen. Bei diesen Religionen handelte es sich vor dem Buddhismus und neben dem Taoismus um animistische Naturreligionen. Es wurden also Naturkräfte, Geister, Dämonen und die Geister der Verstorbenen angerufen und verehrt. Gerade diese animistischen Religionen waren die Quelle des traditionellen Feng Shui. Vieles wurde ausschließlich getan, um den Göttern, Dämonen und Totengeistern einen Gefallen zu tun, um diese Kräfte zu besänftigen, anzulocken und zu nutzen, oder abzuschrecken und zu vertreiben. Die Chinesen und viele andere asiatische Völker bis hinüber in die Südsee gehen davon aus, daß die Geister der Toten weiterhin mit einem Volk und einer Familie verbunden sind. In dieser Tradition besteht ein Volk oder eine Sippe aus einer bestimmten Anzahl von gerade lebenden Menschen (und Tieren) und einer weit größeren Anzahl von Verstorbenen, die mit den Lebenden zusammen leben und arbeiten. Die Geister der Toten nehmen Einfluß auf die Handlungen der Lebenden! Die Lebenden bitten die Toten um Beistand bei ihren Geschäften, bei Auseinandersetzungen mit anderen Menschen, oder bei der Wahl von Ehepartnern für die nächste Generation. Ein Teil des FENG SHUI dient ausschließlich diesem Zweck. FENG SHUI soll die Bedingungen zwischen den Lebenden und den Toten, sowie mit den Göttern und Dämonen zu regeln helfen. Diese Methoden sind bei uns hier im Westen nicht gerade beliebt. Im FENG SHUI sind sie der Kern des Systems, aber zugleich ein „Betriebsgeheimnis” des jeweiligen Meisters und seines Clans. Aus diesem Grund werden Sie niemals erfahren, warum Ihnen ein FENG SHUI Meister, den sie engagieren, eine bestimmte Anweisung gibt. Er mag in seiner astrologischen Tafel die Symbole für die Toten abfragen und erzählt Ihnen etwas über den Wind in dieser Region! Alle klassischen chinesischen Schriftzeichen und Symbole haben mehrere Bedeutungen: Es sind Schriftzeichen a) im weltlichen Sinne für Jedermann, für die Sprache/Schrift und b) in einem religiösen Sinne. Diese religiöse Schrift verstehen aber nur die Mönche. Dazu kommen c) mythische und magische Bedeutungen für alle Schriftzeichen, die ebenfalls nur von den entsprechend gebildeten Mönchen und Meistern und nicht von allen verstanden werden. Ganz gleich, bei welchem Meister Sie vielleicht FENG SHUI studieren möchten, die werden Ihnen garantiert nicht erzählen, welche geheimen Bedeutungen hinter den weltlichen Aussagen stehen. Alle diese echten Meister sind daran gebunden, die Geheimnisse ihrer Tradition nicht an Außenstehende zu verraten. Es sind die mystischen Geheimnisse einzelner Clans und Geheimorden. Zwischen uns und diesen Menschen liegen wahrhaftig Welten! Sobald man sich näher mit einem dieser Systeme befaßt, muß man feststellen, daß alle diese Meister das Bestreben haben, sich selbst hoch zu loben und die anderen Anbieter in einem schlechten Licht darzustellen. Von einer “seriösen Konkurrenz” oder von einem “freundlichen Miteinander” kann keine Rede sein. Es gilt in Asien, speziell in dem von China, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Philippinen beeinflußten Gebiet als schick, mit eigenen Erfolgen zu prahlen und Konkurrenten schlecht zu machen. Es wird geradezu erwartet, daß man mit dem eigenen Gehalt prahlt, oder mit dem eigenen Besitz, den eigenen Aufträgen, die man bekommen hat, usw. Das ist ein Verhalten, das wir so in Europa oder Amerika nicht kennen. Westliche Menschen behandeln ihre persönlichen Erfolge eher als intime Privatsache. Man kann die Erfolge nur am Lebenswandel, am Kleidungsstil, am Haus, oder am Auto erkennen. Zwischen den FENG SHUI-Anhängern verschiedener Schulen werden regelrechte Kriege darum geführt, wer es schafft, eine bestimmte bedeutende Firma zu beraten, möglichst mit allen Filialen weltweit. Ist eine Firma erst einmal in den Beratungskreis und Einfluß eines FENG SHUI-Meisters geraten, muß sie damit rechnen, daß Konkurrenzfirmen andere FENG SHUI-Meister beauftragen, um diese Firma mit ihren vielleicht guten Erfolgen zu bekämpfen, ebenfalls mit den Methoden des FENG SHUI. In Asien toben also für uns zumeist unsichtbar regelrechte FENG SHUI-Kriege, in denen es um den Erfolg und Einfluß der verschiedenen FENG SHUI Meister und ihrer Schulen geht. Ein Teil der Lehre des FENG SHUI macht also durchaus in der praktischen Anwendung einen Sinn. Es darf aber nicht übersehen werden, daß man sich mit dem fachlichen know how eines Meisters auch dessen Ideologie, Weltanschauung, seine geheimen Absichten und sogar seine Feinde einkauft. Sie haben sozusagen alle mystischen Tiefgang. Im Verhältnis dazu sind westliche Berater geradezu oberflächlich. Nach unseren langjährigen Erfahrungen sind sich diese verschiedenen Meister alle “nicht grün”, sondern jeder buhlt darum, der Größte zu sein, und die bekannten Meister sind echte Egomanen. Mit spiritueller Entwicklung und mit einer freien, unabhängigen, ganz individuellen und persönlichen Entwicklung des Einzelnen hat FENG SHUI garantiert nichts zu tun! Die Chinesen (Quelle des FENG SHUI) sind totale Pragmatiker. Was einen praktischen Nutzen verspricht, wird gemacht. Unsere Moralvorstellungen existieren dort nicht. Der Begriff Spiritualität ist für diese Leute ein Fremdwort. Sie haben offensichtlich gar keinen Sinn dafür! Zumindest haben wir in den vergangenen 30 Jahren, seit wir immer wieder mit Asiaten Kontakte hatten, nur einen einzigen spirituellen “Ostasiaten” erlebt. Alle anderen waren sehr stark egozentrisch und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

Der Einfluß der Geister
Wir müssen noch einen Schritt weiter gehen. Wer sich ernsthaft auf die Methoden des FENG SHUI einläßt und sie hier bei uns konsequent und kritiklos anwendet, muß mit Schwierigkeiten rechnen. Sie kaufen sich nicht nur gewisse Kenntnisse über Raumgestaltung ein, sondern Sie kommen auch mit den Geistern des jeweiligen Meisters in Berührung. Wenn Sie eher ein naiver Mensch sind und die Empfehlungen eines FENG SHUI Meisters brav befolgen, dann kann es sein, daß sich Ihr Wohnraum und Ihr Wohlbefinden recht positiv verändern. Das wird vor allem dann der Fall sein, wenn Sie diesen Meister gut bezahlen. Wird er schlecht bezahlt, oder nicht mit dem „nötigen Respekt” hofiert, dann kann es sehr gut sein, daß er Sie völlig falsch berät und Sie schon bald danach in eine persönliche Katastrophe schlittern! Die Leute, die wir kennen gelernt haben, hatten jedenfalls keine Hemmungen, ihre Klienten je nach Laune und „Wohlverhalten” zu belohnen und aufzubauen, oder zu bestrafen. Und da die wenigsten Menschen genug persönliche Power und genug Durchblick haben, um die Art und die Folgen so einer FENG SHUI Beratung zu durchschauen, ist das ein heikles Spiel. Wenn Sie zu einem europäischen Architekten oder Inneneinrichter gehen, werden die Ihnen alles Mögliche anbieten und vom europäischen Geschmack ausgehen. Ob Ihnen das gefällt, müssen Sie selbst entscheiden. Jedenfalls haben Sie es mit diesem Architekten zu tun und mit seinem persönlichen Geschmack. Die persönlichen Bedürfnisse des Kunden werden dabei meistens zuvorkommend berücksichtigt, denn man möchte ja den Kunden zufrieden stellen! Sie haben also gute Chancen, daß so eine westliche Beratung gut verläuft, und wenn nicht, wechseln Sie eben Ihren Berater. Dann wird der unpassende Berater vielleicht verärgert sein, weil ihm ein Auftrag durch die Finger geglitten ist, aber das hat weiter keine Nachwirkungen. Im Unterschied dazu kommt es leider nur allzu oft vor, daß chinesische FENG SHUI Berater eine Abweisung durch potentielle Kunden persönlich nehmen, beleidigt sind, was sie natürlich hinter einem freundlichen Lächeln verbergen, und dann noch im Nachhinein versuchen, einem Mann oder einer Firma, die sie abgewiesen hat, mit ihren Methoden zu schaden. Diese Sachen sind zwar nicht allgemein bekannt, zumindest wird nicht offen darüber geredet, aber leider ist es eine Tatsache, daß Sie beim Auftrag an einen FENG SHUI Meister von Anfang an auch in dessen Glaubenssystem hineingeraten, ob Sie es nun wollen oder nicht. Verstehen Sie worauf ich mit diesen Erläuterungen hinaus will? Jeder FENG SHUI Meister ist Mitglied in einem bestimmten Familienclan, außerdem in einem geheimen Orden, und dadurch Mitglied in einem uralten Glaubenssystem. Er fühlt sich nur dieser Tradition verpflichtet. Er will etwas beitragen, um sich selbst groß herauszubringen, um dadurch seinen Clan, seinen Orden und seine Vorfahren zu ehren und deren Macht und Einfluß zu vergrößern! Das ist ja auch sein gutes Recht, eben nach der eigenen Façon zu leben. Doch man sollte das unbedingt wissen, wenn man nicht die eigene Freiheit einbüßen will. Wir Ausländer und Europäer haben nur sehr geringe Einsichten in deren Systeme, und schon gar keinen Einfluß darauf, was die sich denken! Wir werden von denen niemals voll anerkannt, außer, ein solcher Meister würde in einem von uns die Reinkarnation eines seiner Vorfahren vermuten. Dann würde er natürlich alles daran setzen, daß dieser Mensch gefördert wird, um wieder ein wertvolles Mitglied des Clans zu werden. Es ist so ähnlich wie mit den Nomaden-Völkern. Sie haben ihre traditionellen Regeln und Gebote, nach denen sie in erster Linie nur der eigenen Familie verpflichtet sind, an zweiter Stelle ihrem Clan, und allen Fremden gegenüber haben sie keinerlei Verpflichtungen. Es ist in diesem ideologischen System völlig in Ordnung, Fremde beim Handel zu betrügen oder von Fremden etwas zu stehlen. Das fällt nicht unter deren Gesetz. Man darf sich nur nicht erwischen lassen, denn das könnte Schande über den Clan bringen, und das ist nun wieder verboten! Sie arrangieren sich also nur mit unserem Gesetz, um keinen Ärger zu haben. Moralisch sehen sie das völlig anders. Das ist nichts Ungewöhnliches. Bei allen Nomaden und Wandervölkern war Diebstahl oft die einzige Methode, um an neue Werte oder an eine Frau zu kommen. Das läßt erst nach, wenn die Völker seßhaft werden und die dichte Bevölkerung andere Regeln und Gesetze erforderlich macht. Man braucht sich also nicht über diese chinesische Moral der FENG SHUI Tradition aufzuregen. Es ist eben so, und man muß sich damit arrangieren, wenn man FENG SHUI anwenden oder gar studieren will. Ganz sicher werden Sie hier in Deutschland und Europa eine ganze Menge westlicher FENG SHUI Berater finden, die einfach nur ein Bißchen inspiriert wurden und manche FENG SHUI Regeln verwenden, wenn sie in der Innenarchitektur oder der Landschaftsgestaltung tätig sind. Man könnte die Regel aufstellen, daß die weniger gebildeten FENG SHUI Berater, die ein großes Maß an persönlichem Feingefühl mitbringen, die besseren für uns sind. Die hervorragend geschulten Leute dagegen, die die alte Tradition intensiv und für teures Geld studiert haben, stecken bis über beide Ohren in der jeweiligen FENG SHUI Schule. Sie werden die Interessen dieser Schule vertreten, was keineswegs mit den Interessen des Kunden übereinstimmen muß. Diese „hervorragend geschulten Leute” haben sicher eine Menge Geld ausgegeben für ihre qualifizierte Ausbildung bei einem bekannten Meister, fühlen sich durch ihren eigenen Aufwand an Geld und Studium bestärkt, daß sie das Richtige tun, sind stets einseitig trainiert, im Interesse der jeweiligen Schule, und ihre Empfehlungen sind wirklich mit Vorsicht zu genießen. Nur wenn einer die hohe Schule durchlaufen hat und trotzdem noch – oder wieder – sein eigener Meister geworden ist, wird er seine Kunden gut im eigenen Stil, den er nun entwickelt hat, beraten. Solche westlichen FENG SHUI Berater gibt es sicher auch, aber die muß man erst mal erkennen! Ich habe mich bereits vor 30 Jahren oberflächlich mit FENG SHUI beschäftigt. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Erfahrungen hinzu. Dank meiner intensiven und langjährigen Ausbildung bei indischen Meistern und bei einem ZEN Meister aus Japan kann ich mich sehr gut in andere Glaubenssystem hinein fühlen. Wer die subtilen Energieebenen fühlen und sehen kann, wer die Aura sehen kann und fühlt, wie sich Menschen verändern, nur weil man ein bestimmtes Thema anspricht, der kann auch die verborgenen Folgen einer FENG SHUI Beratung erkennen. Ich nenne das „extrapolieren”. Ich bekomme eine Anregung, eine neue Information, bringe sie mit einem vorhandenen System in Verbindung, und es entstehen daraus neue Energiemuster. Diese Muster zeigen mir, wie sich bestimmte Menschen in ihnen entwickeln werden, ob das für sie hilfreich ist oder nicht. Insofern bin ich nicht von der Aussage eines FENG SHUI Beraters abhängig, sondern ich kann fühlen, wo seine Beratung und die empfohlenen Veränderungen hinführen werden. Jeder gute FENG SHUI Berater ist an erster Stelle ein überzeugender Redner. Diese Leute und ihre Rezepte sind nicht immer leicht zu durchschauen. Vordergründig werden schlaue, intellektuelle Reden geführt. Die westlichen Kunden sind willkommene Opfer. Sie haben eine schlechte Intuition und lassen sich leicht durch kluge Worte überzeugen, die oft überhaupt keinen sinnvollen Inhalt haben, sondern nur eine wichtige Erkenntnis vorgaukeln. In den vergangenen Jahren wurde ich mehrfach Zeuge von FENG SHUI Beratungen, die mit großer Überzeugung und vollkommen hinterhältig den Ruin des gerade beratenen Kunden zum Ziel hatten. Man kann nicht genau sagen, warum eine solche destruktive Beratung stattfindet. Es mag sein, daß der Kunde durch sein Verhalten den Meister „beleidigt hat” – in dessen Empfinden. Und zur Strafe bekommt er eine Lektion, die ihn oder seine Firma ruinieren soll. Es kann ebenso gut sein, daß eine feindliche Firma eine Übernahme vorbereitet und einen FENG SHUI Meister beauftragt, sich an eine Firma heranzumachen, um sie falsch zu beraten, damit die Firma in Schwierigkeiten kommt und leichter übernommen werden kann. Solche feindlichen Übernahmen werden heute auf allen nur erdenklichen Ebenen vorbereitet. Und die Leute im Westen sind großteils „blauäugig” und nehmen das oft nicht ernst. Dabei gehört FENG SHUI als Waffe schon längst ins Repertoire internationaler Geschäftemacher. Ich persönlich kenne mehrere Firmen, die durch solche mangelhaften Beratungen ruiniert wurden. Wir werden aber nicht erfahren, ob mit Absicht, weil der Meister beleidigt war, ob im Auftrag irgendwelcher Hintermänner, oder wegen Unfähigkeit der FENG SHUI Berater. Mit diesen Worten möchte ich deutlich machen, daß FENG SHUI sehr wohl funktionieren kann, im positiven wie im negativen Sinn. Der westliche Kunde sollte jedoch sehr achtsam sein, ob das für ihn der richtige Weg ist, um seinen persönlichen Erfolg oder seine Lebensqualität zu verbessern. Wenn sich ein Geschäftsmann besser darstellen möchte mit seinem Haus und seiner Firma, dann tut er vermutlich besser daran, seine Frau auf einen kleinen FENG SHUI Kurs zu senden, sich ein paar Bücher zu besorgen, und später seine Frau zu bitten, mit weiblicher Intuition und ein paar neuen Kenntnissen das eigene Haus oder das Foyer seiner Firma neu zu gestalten, als daß er einen teuren Meister kommen läßt, der ihm vielleicht hilft, ihn aber vielleicht auch falsch berät. Und das kann dann richtig teuer werden! Nach einer Reihe negativer FENG SHUI Beratungen, deren Folgen ich bei verschiedenen Kunden erleben mußte, muß ich davon ausgehen, daß diese chinesischen Clans mit ihren traditionellen Methoden versuchen, die westliche Welt zu erobern, oder sagen wir besser die ganze Welt. Ich konnte in diesem Zusammenhang keine humanistischen oder gar spirituellen Absichten entdecken, im Gegenteil, es ging immer und ausschließlich um die persönlichen Machtinteressen der jeweiligen Meister, die stets über die Interessen der Kunden gestellt werden. Den Schülern dieser Meister sei gesagt, daß sie sich so lange einer gewissen positiven Betreuung sicher sein können, wie sie die Ehre und den Reichtum ihres Meisters vergrößern helfen. Wenn aber ein Schüler aus einer klassischen Schule des FENG SHUI nicht mehr dem Meister und seinem Clan dient, ihn vielleicht sogar kritisiert, oder seiner eigenen Wege geht, dann wird er auf allen Ebenen mit den geistigen Mitteln des FENG SHUI und natürlich auch von den Geistern (den verstorbenen Mitgliedern) des jeweiligen Clans attackiert. Wenn er nicht stark genug ist, bedeuten diese mentalen Angriffe Krankheit, Ruin und vielleicht den Tod. Was wir als unzulässige Beeinflussung anderer Menschen betrachten, oder als „schwarze Magie”, ist für die chinesischen FENG SHUI Meister normaler Bestandteil ihrer Praxis. Wer sich in so einer Situation befindet, weil er alles das, was ich hier beschreibe, nicht gewußt hat und leichtsinnig in so eine FENG SHUI Schule stolperte, der sollte sich schleunigst mit Pranayama und Energytraining beschäftigen, um seine persönliche Power gegen negative Einflüsse zu stärken. Außerdem sollte er sich eine Energiepyramide anschaffen, weil das einen optimalen Schutz bietet gegen solche negativen Kräfte. FENG SHUI verwendet mentale Techniken, um seine Ziele zu erreichen, und wer sich darauf einläßt, sollte fit sein in diesen Dingen!

Die indische Methode des Vastu Shastra – Quelle des Feng Shui
Die geistigen Unterschiede zwischen Indien und China
Wenn man sich mit einer Methode beschäftigt, sollte man sich mit ihrer Quelle, mit ihrem Ursprung beschäftigen, denn je näher man der Quelle kommt, desto klarer wird das Wasser! Wenn wir die Unterschiede zwischen der chinesischen Kultur und der indogermanischen begreifen wollen, müssen wir einen Blick auf ihre Ursprünge werfen. Dazu muß ich etwas weiter ausholen. Die Lehre des Vastu-Shastra ist ein Teil des Atharva Veda, des vierten Veda, der als ältestes Dokument der indischen Medizin angesehen wird. Das Wort “Vasthu” bedeutet “der Ort eines Hauses oder Gebäudes” und “Vasthu Shastra” etwa so viel wie “Gesetzmäßigkeiten für den Haus- oder Gebäudebau”. Die chinesische Denkweise und ihre Leistungen möchte ich als eine hochstehende „mentale Kultur” bezeichnen. Sie unterscheidet sich von der grundlegenden Geisteshaltung im indogermanischen Sprachraum, die in Indien ihren Höhepunkt findet und die ich als „spirituelle Kultur” bezeichnen möchte. Dieser Unterschied wird in den folgenden Erläuterungen deutlich. Die Ursprünge der gelben Rassen sind in der menschlichen Kultur von Lemuria zu suchen, eine naturverbundene Hochkultur, die sich im ganzen ostasiatischen Raum bis nach Ozeanien erstreckte. Diese Kultur war ebenso wie Atlantis auf der westlichen Erdhalbkugel einer gewaltigen Flutkatastrophe ausgesetzt, verbunden mit schwerwiegenden Veränderungen der Landmassen. Die heutige chinesische Kultur ist ca. 3000 Jahre alt. Sie begann ca. 1000 v. C. mit z.T. noch heute vorhandenen schriftlichen Überlieferungen. Natürlich hat es auch schon vorher eine menschliche Kultur in China gegeben, die Nachfolger von Lemuria, nur daß davon keine Überlieferungen erhalten sind. Die indische Kultur ist nach den schriftlichen Überlieferungen nur 500 Jahre älter, aber das sagt nicht alles. In Wirklichkeit begann die indische Hochkultur bereits ca. 8000 v. C., also vor 10.000 Jahren. Es war die erste menschliche Hochkultur, die sich nach dem Untergang der atlantischen Epoche neu entwickeln konnte. Zu dieser Zeit war die Besiedelung Chinas auf ein steinzeitliches Niveau herabgesunken. Das ist keineswegs negativ gemeint! Wir wissen seit wenigen Jahren, daß bereits die Neandertaler richtige Dörfer, handwerkliche Geräte und eine Gemeinschafts-Kultur hatten. Also müssen sie auch eine differenzierte Sprache gehabt haben. Die chinesische Kultur sollte sich jedoch in eine andere Richtung entwickeln als die indische Kultur.

Mit dem Untergang von Atlantis ca. 10.500 v. C. setzte die erste Völkerwanderung ein, bei der die Überlebenden von Atlantis nach Nordeuropa und in den Mittelmeerraum auswanderten. Das wahre Atlantis lag auf einem Inselarchipel, das von den Kanarischen Inseln über die Azoren bis zu den Bermudas reichte. Während die Auswanderer in Ägypten und Babylon die ersten westlichen Hochkulturen begründeten, waren die Lebensbedingungen in Europa so hart, daß diese Völker weiter wanderten und schließlich von Norden her nach Indien und Pakistan einfielen. Sie unterwarfen die bengalischen Völker und vermischten sich mit ihnen. Daraus entstanden die Völker, die heute noch auf dem indischen Subkontinent, in Sri Lanka, Burma usw. leben. Je weiter wir nach Südostasien kommen, desto geringer ist der Einfluß der Indogermanischen Einwanderer. In Südindien entstanden spirituelle Schulen, die sich die Erkenntnis der Welt zum Ziel setzten und nicht etwa die Eroberung der Welt. Wir können davon ausgehen, daß die Lebensbedingungen dort so günstig waren, daß man nicht ums Überleben kämpfen mußte. Die Früchte wachsen einem praktisch in den Mund. Die Natur meint es gut mit den Menschen. Es war das Paradies, das heißt ursprünglich altgriechisch „para deus“ = ähnlich Gott. Jedenfalls widmeten sich dort viele Menschen einem spirituellen Weg der Erkenntnis, mehr als in anderen Ländern. Sie erkannten die Vergänglichkeit aller irdischen Werte, und manche von ihnen durchschauten die Illusionen der Maya. Sie betraten die jenseitigen Welten. So wurde Südindien zur Quelle der Überlieferungen des Kundalini Yoga, der ältesten Wissenschaft von der Natur des Menschen. Nach Aussagen von YB liegt die Quelle des KY aber bereits 32.000 Jahre zurück in Lemuria und Atlantis. KY umfaßt alle Yogatechniken, die von anderen Schulen gelehrt werden. Die verschiedenen Meister des KY spezialisierten sich je nach ihrer Natur auf verschiedene Teile des KY, und so entstanden nach und nach über 120 verschiedene Yogaschulen. Neben diesen verschiedenen Yogaschulen entstanden in Südindien Nahkampfschulen, in denen die besonderen geistigen Fähigkeiten des KY und der Chakra-Lehre für besondere Krieger verwendet wurden. Die indische Kriegerkaste wurde zeitweilig zum Träger der geistigen Entwicklung. Etwa 800 v. C. wanderte der buddhistische Mönch Bodhidharma von Südindien bis nach Peking, um dem dortigen Kaiser die geistigen Errungenschaften des Buddhismus nach China zu bringen. Die Reise von Bodhidharma war eigentlich nichts Besonderes, denn die Anhänger des Buddhismus wurden ähnlich wie die christlichen Missionare 800 Jahre später von dem Wunsch angetrieben, die Welt zu verbessern. China war damals noch in verschiedene Länder unterteilt, die sich untereinander bekriegten. Es herrschte eine staatliche, autoritäre Regierung, in der zwar die feinen Künste gepflegt wurden, aber von Spiritualität war nichts zu merken. Bodhidharma wollte das ändern und den Chinesen ein Bewußtsein für den spirituellen Weg vermitteln. Zu der Zeit, als er Südindien verließ, gab es dort bereits ausgeprägte Schulen für unterschiedliche Nahkampftechniken, für Kundalini Yoga, Vastu Shastra (indisches Feng Shui) und den damals recht neuen Buddhismus. Bodhidharma war in allen diesen Methoden bewandert und versuchte ein großes Werk zu vollbringen. Der chinesische Kaiser hatte von diesem Weisen gehört und ließ ihm zu Ehren das erste Shaolin-Kloster errichten, danach an die 20 weitere Klöster. Alle diese Klöster wurden über die Methoden des Bodhidharma informiert und sollten sie erlernen, verbessern und weiter vermitteln. Als Bodhidharma selbst beim Kaiser eintraf, erkannte er, daß dieser Mann noch einige Inkarnationen brauchen würde, wenn er die spirituelle Lehre begreifen wollte. Auch in den Klöstern wurde seine Lehre nur mechanisch umgesetzt und von einem spirituellen Weg war nichts zu spüren. Bodhidharma war sehr enttäuscht. Er zog sich in das Wudang Gebirge in Nordchina zurück, begründete dort das erste Wudang Kloster und suchte sich einige Anhänger aus, die in der Lage waren, sein Wissen aufzunehmen. Es scheint typisch zu sein für das chinesische Volk, daß die ursprünglich spirituell gemeinte Lehre des Bodhidharma, eine Mischung aus Buddhismus, Kundalini Yoga und Vastu Shastra nicht richtig verstanden wurde. Was aus den Shaolin-Klöstern geworden ist, weiß heute jedes Kind: Sie wurden die Quelle unzähliger Kung Fu Klöster, die zwar alle mentale Techniken anwenden, jedoch primär mit dem Ziel, die eigene Energie zu steigern, um stärker und besser zu werden als alle anderen Kämpfer. Der größte Teil der Shaolin arbeitet außerhalb der Klöster als Leibwächter, Söldner, als bezahlte Killer, oder in der Filmindustrie. Nur ein kleiner Teil bleibt ein Leben lang im Kloster und versucht seine geistigen Qualitäten zu verbessern. Genauer gesagt besteht ein spiritueller Lebensweg aus 4 Abschnitten. Zuerst ist man im weltlichen Leben verbunden und verpflichtet. Man erlernt bestimmte weltliche Ausbildungsziele. Als nächstes entschließt man sich eine spirituelle Ausbildung zu machen, bei einem Meister oder in einem Kloster, das heißt in einer spirituellen Schule. Wenn man darin eine gewisse Fertigkeit erlangt hat, verläßt man das Kloster, beziehungsweise die Schule des Meisters und versucht dieses Wissen innerhalb der Gesellschaft spirituell anzuwenden zum Beispiel als Berater. Wenn man darin eine gewisse Fertigkeit erlangt hat, kann man sich aus dem weltlichen Leben zurückziehen und wieder ins Kloster gehen, beziehungsweise ein eigenes Kloster begründen. Man sollte diesen markanten Unterschied zwischen China und Indien beachten: In Indien wurden verschiedene Methoden des Yoga und der Meditation entwickelt, die allesamt zum Ziel haben, daß sich der einzelne Mensch vervollkommnet und höhere Einsichten gewinnt. Wer eintaucht in die Welt des Kundalini Yoga, kann natürlich auch ein ausgezeichneter Kämpfer werden. Doch das ist keineswegs das Ziel seiner Bemühungen. Die Anhänger des Kundalini Yoga trachten danach, ihre inneren Einsichten zu vervollkommnen. Jeder KY Anhänger sucht die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit seinen eigenen Schwächen und seinem Karma. KY versucht, alte Fehler auszumerzen, um die Seele von den Verstrickungen des Karmas zu reinigen. Das Endergebnis dieses Weges wird immer eine altruistische Haltung sein, die die Vereinigung mit den göttlichen Ebenen sucht und sich mit zunehmender Reife von den Schwierigkeiten des weltlichen Lebens entfernt. Natürlich gibt es auch mißratene Yogis, die ihre besonderen Fähigkeiten nutzen, um sich zu Gurus und Heilern aufzuspielen und so die Menschen ausnutzen. Doch es ist das Ziel der indischen Yoga-Tradition, solche charakterschwachen Menschen auszusortieren, bevor sie besondere Fähigkeiten erlangen und andere ausnutzen. Aus diesem Grund heißt es in den Yoga-Sutras, daß es am Anfang viele Wege gibt, und es ist mit Mühen verbunden sie zu gehen, doch je mehr sich der Suchende der Vollkommenheit nähert, desto mehr wird er erkennen, daß alle spirituellen Schulen zu dem gleichen universalen Ziel führen: Zur Vereinigung mit den höchsten göttlichen Ebenen, dem Brahman selbst. Leider hat das wohl kaum einer der chinesischen Mönche begriffen. Zumindest sind uns davon keine Zeugnisse überliefert worden. Selbstverständlich sind das Tao Te King oder das I Ging hervorragende Schriften und Zeugnisse von einem hohen geistigen Niveau, die ihresgleichen suchen. Doch wer die Inhalte dieser beiden Schriften studiert, wird erkennen, daß sie uns eher hervorragende Beschreibungen und Analysen des menschlichen, gesellschaftlichen Verhaltens schildern, die für das Verständnis der Gesellschaft und für unser Verhalten in der Gesellschaft sehr wertvoll sind, doch diese besten Schriften aus chinesischer Quelle sind nicht im eigentlichen Sinn spirituell! Es sind eher Gebrauchsanweisungen für einen bewußten und erfolgreichen Lebenswandel. Lesen Sie dazu meine Kurzfassung des I Ging mit den 3 speziellen I Ging Würfeln. Man sollte FENG SHUI und das System, nach dem diese Meister vorgehen, auf keinen Fall mit Indien verwechseln. Die Menschen in Indien sind völlig anders gestrickt und haben einen angeborenen Sinn für Spiritualität. Auf welchem Niveau sich das dann zeigt, sei dahingestellt. Die Masse der Inder praktiziert auf eine einfache und naive Art die traditionelle Religion mit allen ihren Ritualen und Opfern. Ein kleiner Teil der Menschen praktiziert Yoga und Meditation, um sich spirituell zu entwickeln. Alle diese Menschen sind sich jedoch der Gesetze des Karma bewußt. Sie wissen sehr genau um die Folgen unserer Taten. Sie wissen, daß es in unserem Universum stets zu einem Ausgleich kommen wird. Aus diesem Grund sind die Inder, besser gesagt die Hindus und die Sikhs, etwas achtsamer mit dem was sie tun als andere Völker. Ich will die Inder keineswegs schönreden. Auch in Indien gibt es jede Menge Kriminelle, die meinen, sie könnten dem Gesetz des Karmas entkommen, die Ausreden erfinden, aber das wird ihnen wenig nutzen. Die indische Gesellschaft als Ganzes zeugt jedoch von einer hohen Einsicht in karmische Zusammenhänge und von einer Bereitschaft, Spiritualität und Ethik zu entfalten und zu fördern. Doch mit dem jahrzehntelangen westlichen Einfluß vor allem aus England und USA schwindet bei den kultivierten und westlich orientierten Indern das Interesse an Spiritualität. Ganz sicher gibt es in allen ostasiatischen Ländern spirituelle Menschen, wie überall auf der Erde. Doch diese werden nur selten ihre Region verlassen, und wir bekommen sie hier gar nicht zu sehen. Auch die wirklich spirituellen Chinesen werden wir hier bei uns kaum zu sehen bekommen. Diejenigen jedoch, die sich aus den fernen Ländern aufmachen, um die Welt zu erkunden, möchten sie auch erobern. Sie möchten nicht nur ihre Lehre weitergeben, sondern daran verdienen. Wer in den Westen geht, um seine spezielle Heilslehre zu verbreiten, möchte dafür belohnt werden. Früher zogen christliche Missionare um die Erde und bereiteten den Boden für die Kolonialkriege vor. Sie verunsicherten die Einheimischen mit ihrer Heilslehre und brachten in der Folge Feuer, Schwert und Tod über die fremden Völker. Heute erobert die westliche Pharmaindustrie die fremden Länder mit Hilfe westlicher Medizin und den beeindruckenden Lügenmärchen von Vogel-Viren, die sich mit menschlicher Grippe kreuzen, um die Menschheit auszurotten. Der Gipfel der Märchenstunde ist nun Covid 19. Angeblich wurde dieser Virus ja schon 2019 oder noch vorher ins Freie gelassen, und zwar in China. Ich hatte mich schon lange gewundert warum die Chinesen sich so weitgehend auf die westliche Medizin einlassen, wo doch offensichtlich die traditionelle chinesische Medizin effektiver und wesentlich kostengünstiger ist. Man hat die westlichen Methoden sehr weit ins Land hereingelassen und reproduziert. Dann hat man diese Virus-Seuche inszeniert und die westlichen Pharmafirmen haben sich begierig auf die Chance gestürzt, hiermit riesige Gewinne einzufahren. Während in China schon alles wieder normal läuft werden bei uns die unhaltbaren Zustände und Beschränkungen gerade erst in neue Gesetze gegossen, die auf lange Zeit unsere Wirtschaft und die ganze Menschheit ausbremsen werden. Ich betrachte diese Abläufe als klassischen Aikido-Trick. Man duldet den Angriff, weicht aus, und dann versetzt man dem siegessicher vorwärts stürmenden Gegner noch einen Schlag ins Kreuz, von dem er sich kaum wieder erholt. Nun schlagen die asiatischen Völker also zurück. Sie verwickeln den Westen in einen selbstzerstörerischen Virus-Krieg, und sie schicken ihre Feng Shui Meister in den Westen, um den Westen für östliche Lehren zu öffnen, aber nicht, um uns einen Gefallen zu tun, sondern um Zugewinne zu erzielen. Wir befinden uns also in einer großen, bereits seit 1000 Jahren laufenden Auseinandersetzung zwischen asiatischen und westeuropäischen Kräften. Und vielleicht sind diese Unterschiede noch viel älter, nämlich aus der Zeit von Lemuria und Atlantis. Denken Sie einmal kritisch darüber nach: Welcher echte spirituelle Meister sieht einen Sinn darin, die Welt zu bekehren, mit seiner persönlichen Philosophie? Er weiß doch, daß alles, was wir erleben, nur Spielarten des einen großen Geistes sind. Wo sollte er denn da hinfahren, wenn er sich doch mitten drin befindet? Wenn er eine konkrete Aufgabe sieht, seinen Beitrag zu leisten, damit sich das spirituelle Bewußtsein der Menschheit weiterentwickelt, dann wird er das tun. Doch das wird eher dort der Fall sein, wo er lebt, als irgendwo sonst auf diesem Globus. Wenn er woanders gebraucht wird, dann wird er auch dorthin gehen, und an seinen Taten wird man ihn und seine Lehre erkennen. Doch bei Meistern, die um die ganze Erde reisen, um ihre Dienstleistungen gegen hohe Honorare anzubieten, sollte man sehr vorsichtig ihre Absichten und Methoden hinterfragen. Yogi Bhajan, der im Oktober 2004 verstorbene letzte im Westen bekannte große Meister des Kundalini Yoga, wurde 1969 von seinen eigenen Meistern in den Westen geschickt. Er sollte uns mit der Tradition des Kundalini Yoga vertraut machen. Er verlangte von 1969 bis zu seinem Ende von jedem Teilnehmer an seinen Kursen für 3 Tage und davon nur ein paar Stunden am Nachmittag 60 US$ (46 €). Das waren also jeweils etwa 15,- € für 3 Stunden am Nachmittag an 3 Tagen. Und dafür flog YB um die halbe Welt. Natürlich übernahm seine Organisation die Reisekosten. Ein lächerlicher Preis, wenn doch der Weg, den er uns anbieten konnte, in wenigen Jahren zur Erleuchtung führen kann! Seine westlichen Nachfolger vermarkten seine Lehren für normale westliche Seminarpreise. Auch das ist okay. Wenn die Lehre erhalten bleibt, ist der Preis gerechtfertigt. Asiatische Feng Shui Meister gastieren seit einigen Jahren in Europa und in den USA. Sie verlangen für Seminare von 3 – 6 Tagen pro Kopf Beträge in der Größenordnung von 1600 bis 6000 €. Gar nicht schlecht, oder? Da lohnt sich doch wenigstens die weite Reise. Wenn uns diese Lehre dann wirklich menschlich und spirituell voranbringt, wäre alles in Ordnung. Aber wenn der Inhalt dieser Lehre nur dazu dient, unsere Umgebung besser zu gestalten, mit zweifelhaftem Erfolg, dann sollte sich der einzelne Interessent gut prüfen, ob er wirklich diesen Weg gehen will und worauf es ihm wirklich ankommt.

Wir brauchen ein europäisches „Feng Shui”!
Ich meine, wir sollten lernen, unsere Umwelt ganz bewußt selbst zu gestalten. Die natürlichen Fähigkeiten für diese gesunde Gestaltung erwerben wir mit den Methoden des Energytraining, basierend auf der Tradition des klassischen Kundalini Yoga und dem Pranayama, mit einer breit gefächerten Palette an Informationen aus der westlichen Kultur und dem asiatischen Feng Shui. Dann stellen wir eine Energiepyramide auf, harmonisieren unsere Umgebung, schulen unsere sensitiven Fähigkeiten und lernen, Störungen zu erkennen und zu korrigieren. Auf diese Weise werden wir Schritt für Schritt erkennen, was wir brauchen und was zu tun ist, und wir können am Ende sicher sein, daß wir unsere Umwelt nach unseren Bedürfnissen gestalten und nicht nach den verborgenen Beweggründen fremder Meister. Nach der Farbenlehre von einem der großen FENG SHUI Meister, die wir uns näher angesehen haben, werden fördernde und hemmende Farben für jedes Zimmer nach der chinesischen Geburts-Numerologie berechnet. Das Zimmer wird also auf seinen Benutzer zugeschnitten. Bei Menschen mit sehr unterschiedlichen Horoskopen entstehen also erhebliche Differenzen zwischen den einzelnen Menschen einer Familie! Wer hat schon das gleiche oder ein ähnliches Horoskop wie seine Eltern oder Kinder? Auch sämtliche anderen Berechnungen, welche Lagen und Windrichtungen in einer Wohnung oder einem Haus förderlich sind oder nicht, können nach diesem System für alle Familienmitgliedern ganz verschieden ausfallen. Bei einem Beispiel hatte der Meister in einer Bank für Ost-Menschen einen anderen Eingang vorgesehen als für West-Menschen usw., das mußte dann beachtet werden. Der Eingang vom Haus (= Mund) wird dann aufs Grad genau festgelegt, zur Kontrolle werden noch andere Systeme hinzugezogen etc. etc. Je mehr dieser Meister sein Konzept entwickelte, desto verwirrter und unsicherer wurden die betroffenen Bankdirektoren. Man fragte sich, wie das alles umgesetzt werden sollte! Sollte man den Kunden die verschiedenen Eingänge zuweisen, durch die sie die Bank betreten dürfen? Für mich war aus dieser Situation vor allem eines ersichtlich: Dieser FENG SHUI Meister hatte es geschafft, in kürzester Zeit alle Beteiligten ganz gezielt zu beeinflussen. Es entstand das Gefühl, daß man ohne die fachkundige Hilfe des Meisters nicht mehr erfolgreich Geschäfte machen kann! Er hatte die Gruppe ziemlich gut im Griff. Sie fühlten sich von ihm abhängig, und das war ja wohl auch beabsichtigt. Wenn ich Menschen oder Firmen berate, dann bin ich bemüht, die Klienten auf direktestem Weg zu einem guten Ergebnis zu führen. Ich möchte, daß meine Klienten begreifen, wovon ich rede, daß sie meine Empfehlungen nachvollziehen können und daß sie in die Lage versetzt werden, in Zukunft weitere Entscheidungen zur Verbesserung ihrer Firma selbst zu treffen. Das verstehe ich unter einer guten, seriösen Beratung. Methoden, die die Abhängigkeit des Kunden vom Berater zum Inhalt haben, sind mir zuwider. Mein Ziel ist die Selbstständigkeit des Menschen und nicht seine Abhängigkeit von irgendwelchen Meistern und ihren Methoden. Auch die Methoden des Vasthu Shastra sind nicht gerade einfach zu befolgen. Die Inder kennen eine Art Stufenpyramide, die mit Goldfolie überzogen wird. Sie soll ähnlich wie unsere moderne Energiepyramide (Doppelpyramide) ein Haus harmonisieren. Das ganze Haus wird nach dem Muster eines im Haus im Yoga-Sitz sitzenden Yogis in verschiedene Zonen aufgeteilt. Dann werden die Schwingungen der verschiedenen Räume bestimmt, schließlich soll diese Stufenpyramide in Übereinstimmung mit den Sternen und dem Mond zu einer bestimmten Zeit aufgestellt werden. Das ganze System ist so kompliziert, daß man einen Meister braucht, um die Vermessung vorzunehmen und um den astrologisch richtigen Zeitpunkt zu bestimmen, an dem man diese Pyramide oder auch andere magische und rituelle Gegenstände aufstellen darf oder muß. Also wird wieder einmal der große Meister gebraucht. Ohne den geht nichts, zumindest nicht bei diesen Methoden. Kein Wunder, daß sich diese sehr alte, traditionelle Methode bisher im Westen nicht durchgesetzt hat.

Wenn ich mir das alles vor Augen halte, da kann man sich ja schon selbst völlig fertig machen, bevor man überhaupt einen Platz zum Schlafen oder Arbeiten gefunden hat! Die entscheidenden Dinge laufen doch wohl im Bewußtsein ab (wenn man eines hat) und unsere Außenwelt wird von unserem Geist geprägt, oder nicht? Nicht wir sind ein Produkt der Umwelt, sondern unsere Umwelt ist ein Produkt unserer Gedanken und Gefühle! Wir formen diese Welt nach unserem Bewußtsein! Ziel sollte es sein, unser Bewußtsein zu verbessern, unsere Aufmerksamkeit zu schulen und unsere persönliche Power zu stärken. Dann werden wir in jedem Haus einen guten Platz zum Schlafen und Arbeiten schaffen und uns so einrichten, daß das Leben Spaß macht und wir uns aufbauen, anstatt uns durch eine komplizierte, pseudowissenschaftliche Methode immer mehr zu verunsichern. Stellen Sie bitte ab heute Ihre Persönlichkeitsentwicklung in den Vordergrund. Schulen Sie sich selbst. Stärken Sie Ihre persönliche Power mit Energytraining und Pranayama. Harmonisieren Sie Ihre Umgebung mit einer Energiepyramide. Alles andere wird sich dann schon ergeben!

Licht auf dem Weg wünschen Ihnen D. Harald & Tobias O. R. Alke
Weiterführende Literatur zu FENG SHUI:
Kunst, Magie und Feng Shui mit edlen Kristallen / Horus Sensitivity Games / I Ging, das Würfelspiel der Götter

Weiterführende Literatur zu Energytraining und Pranayama:
Energytraining Band 1 / Energytraining Band 2

Die Stufen des Pranayama

Weiterführende Literatur zu den Horus Energiepyramiden:
Der Pyramidenman

ISSN: 2367-4121

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Horus Energiepyramiden

D. Harald Alke
– Gründer & Erfinder
– Geschäftsführer – KI

Tobias O. R. Alke
– Geschäftsführer – Alke GmbH

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